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Pflegereform

506.000 Betroffene: Koalition erhöht Pflegegeld trotz Budgetkrise

506.000 Betroffene: Koalition erhöht Pflegegeld trotz Budgetkrise
FOTO: iStock/PIKSEL
3 Min. Lesezeit |

Mehr als eine halbe Million Menschen in Österreich sind auf Pflegegeld angewiesen – und 2027 steigen die Beträge erneut.

Ende März 2025 verzeichneten rund 506.000 Personen einen Anspruch auf Pflegegeld – ein Wert, der sich seit Mai des Vorjahres beständig über der Marke von einer halben Million hält. Zum Stichtag Ende März 2026 belief sich die Zahl der Anspruchsberechtigten auf exakt 505.999 – ein Anstieg von 1,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, als 498.053 Personen Leistungen bezogen. Gegenüber dem Februar 2026 mit 504.752 Beziehern ergab sich ein geringfügiges Plus.

Die Schwelle von 500.000 Berechtigten war erstmals im Mai des Vorjahres mit 500.554 Personen überschritten worden. Im Juni 2025 kletterte die Zahl auf 501.205 und verharrte seither durchgehend oberhalb dieser Grenze.

Erhöhung gesichert

Die im Bundespflegegeldgesetz festgeschriebene jährliche Wertanpassung wird auch 2027 umgesetzt. Das gab Sozialministerin Korinna Schumann anlässlich des Tags der Pflegenden am Dienstag bekannt. „Trotz der notwendigen Budgetsanierungsmaßnahmen ist es gelungen, für die Erhöhung des Pflegegeldes 2027 eine Gesamtsumme von rund 120 Millionen Euro sicherzustellen“, sagte sie in einem Statement zur APA. Diese Mittel seien bereits im Doppelbudget verankert worden und entsprechen „dem vollen Inflationsabgleich zum Zeitpunkt der Budgeterstellung“, so die Ministerin.

Zum Tag der Pflege am 12. Mai 2026 lud Schumann Pflegekräfte ins Ministerium ein, um gemeinsam über aktuelle Herausforderungen und notwendige Verbesserungen im Pflegesystem zu sprechen. Aus ihrem Büro hieß es dazu: „Pflegekräfte leisten tagtäglich Enormes für unsere Gesellschaft, oft unter hoher Belastung und mit großem persönlichem Einsatz. Ihr Beitrag geht weit über medizinische Versorgung hinaus: Sie geben Menschen Würde, Sicherheit und Menschlichkeit in schwierigen Lebensphasen.“

Gegenüber der APA betonte die Ministerin: „Die Menschen, die täglich pflegen, und jene, die auf Pflege angewiesen sind, verdienen unsere volle Unterstützung. Deshalb bin ich sehr froh darüber, dass es gelungen ist, die Pflegegeld-Erhöhung für 2027 abzusichern.“ Gerade der Tag der Pflege sei für sie Anlass, diesen Einsatz „nicht nur zu würdigen, sondern auch politisch die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Pflege attraktiver wird“.

Neue Beträge 2026

Seit 2020 wird das Pflegegeld jährlich über den sogenannten Anpassungsfaktor valorisiert – in diesem Jahr analog zu den Pensionen um 2,7 Prozent. Die neuen Beträge gelten seit 1. Jänner 2026: In Stufe eins werden monatlich 206,20 Euro ausbezahlt, nach zuvor 200,80 Euro. Stufe zwei bringt 380,30 Euro statt bisher 370,30 Euro.

In Stufe drei steigt der Betrag auf 592,60 Euro an, in Stufe vier auf 888,50 Euro. Bezieher der Stufe fünf erhalten 1.206,90 Euro, jene der Stufe sechs 1.685,40 Euro. Den höchsten Betrag verzeichnet Stufe sieben mit 2.214,80 Euro monatlich, gegenüber zuvor 2.156,60 Euro.

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KO KOSMO-Redaktion
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