Serbin knöpfte einwanderungswilligen Landsleuten hohe Geldsumme ab

ABGEZOCKT

Serbin knöpfte einwanderungswilligen Landsleuten hohe Geldsumme ab

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Polizei Serbin abzocke
Die Beamten des Stadtpolizeikommandos Floridsdorf legten der 56-jährigen Serbin das Handwerk. (Foto: iStock/Symbolbild)

Eine 56-jährige Serbin hat jahrelang einwanderungswilligen Landsleuten und Personen aus anderen Balkan-Ländern Geld abgeknöpft. Der Schaden liegt im sechsstelligen Bereich, berichtet wien.orf.

Des Weiteren wird der Frau vorgeworfen, dass sie widerrechtlich Notstandshilfe bezogen haben soll. Dadurch habe sie mehrere zehntausend Euro kassiert, so die Polizei. Seit Februar 2014 soll die 56-Jährige aktiv gewesen sein. Im Juni 2018 kamen die Beamten der Frau auf die Schliche. Die Frau ist einschlägig vorbestraft, schreibt wien.orf.

Laut Polizeisprecher Paul Eidenberger soll die Serbin seit 2010 Teil einer Betrügerbande gewesen sein. Anführer der Bande war ein Österreicher, der vor einigen Jahren verstorben ist. Mit seinem Tod erloschen auch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen die Gruppe. Die 56-jährige Serbin war dennoch weiter aktiv.

Hohe Preise für Atmswege
Sie versprach Immigranten aus dem Balkan-Raum bei Amtswegen oder bei der Parteivertretung zu unterstützen und knöpfte ihnen jeweils 3.000 bis 9.000 Euro ab.  Die versprochenen Dienste wickelte die Frau nicht ab. Drohten ihr die Opfer mit Anzeigen, so wimmelte sie sie mit Ausreden ab. Sie sei auf Dienstreise oder die Serbin verwies daraufhin, dass sie Beamtin sei und die „Kunden“ ihr Geld nie wieder sehen würden. Lediglich zwei Personen erstatteten Anzeige gegen die 56-Jährige.

Landsmann als Komplize
Die Beamten forschten 31 Betroffene aus. Eine weitaus höhere Zahl wird jedoch vermutet. Nachdem die Beweise vorlagen, zeigte sich die Serbin geständig und nannt den Namen eines Komplizen. Der Serbe seilte sich in die Karibik ab. Laut wien.orf soll die Verdächtige auf freiem Fuß angezeigt worden sein. Ihr werden gewerbsmäßiger schwerer Betrug, Urkundenunterdrückung, schwere Nötigung, falsche Beweisaussage, Begünstigung und die Fälschung eines Beweismittels zur Last gelegt.