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Millionenförderung

1,8 Millionen für Wiens Kulturszene – Vom Vorstadtkino bis zum Klangkunstraum

1,8 Millionen für Wiens Kulturszene – Vom Vorstadtkino bis zum Klangkunstraum
„Kunst ist eine essentielle Ausdrucksform. ? Es gab immer Jobs die mehr Geld eingebracht haben als Kunst“, erklärt die Wiener Stadträtin für Kunst und Wissenschaft Veronica Kaup-Hasler. (FOTO: KOSMO)
4 Min. Lesezeit |

Wien investiert kräftig in seine Kulturlandschaft: 1,8 Millionen Euro fließen 2025 in die Modernisierung von Spielstätten, Kinos und Proberäumen – vom historischen Vorstadtkino bis zum experimentellen Klangkunstraum.

Die Stadt Wien stellt im Jänner 2025 rund 1,8 Millionen Euro für Bau- und Investitionsmaßnahmen im Kulturbereich bereit. Von dieser Gesamtsumme wurden in der ersten Jahreshälfte bereits 932.000 Euro an 26 verschiedene Förderempfänger ausgezahlt. Die Unterstützung erstreckt sich über diverse Kulturbereiche wie Film, Bildende Kunst, Literatur, Musik und Darstellende Kunst.

Die kulturelle Vielfalt und Qualität, für die Wien bei Einheimischen und Touristen bekannt ist, basiert auf mehreren Faktoren. Eine zentrale Rolle spielt dabei die nachhaltige kulturelle Infrastruktur. Die Fördermaßnahmen der Stadt zielen darauf ab, Räume für künstlerisches Schaffen langfristig zu sichern und auszubauen. Gleichzeitig unterstützen sie die Modernisierung bestehender Kulturorte und Proberäume sowie die Errichtung neuer Spielstätten und Ateliers.

Wien weist österreichweit die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben für Kultur auf und investiert gezielt in Barrierefreiheit, technische Modernisierung und nachhaltige Infrastruktur. Diese Strategie macht sich bezahlt: Die geförderten Institutionen verzeichnen die mit Abstand höchsten Besucherzahlen im Bundesvergleich, wobei insbesondere die Bereiche Musik und Darstellende Kunst von den öffentlichen Investitionen profitieren.

Kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen stehen häufig vor finanziellen Herausforderungen, wenn es um notwendige Modernisierungen geht. Ob barrierefreie Zugänge, neue Brandmeldeanlagen, verbesserte Tontechnik, Sanitäranlagen oder komplett neue Infrastrukturen – die Stadt Wien versteht sich als verlässlicher Partner und stellt jährlich durch das Programm „Bau- und Investitionskostenzuschüsse“ entsprechende Mittel zur Verfügung.

Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler betont: „Kultur eröffnet den Menschen neue Perspektiven und schafft Räume des Zusammenkommens. Es ist wichtig, die Institutionen dabei zu unterstützen, diese wichtigen Orte der Gesellschaft zu erhalten und zu modernisieren.“ Die Bau- und Investitionskostenzuschüsse der Stadt Wien tragen dazu bei, nicht nur bestehende Kulturorte zu modernisieren, sondern auch neue Räume für künstlerisches Schaffen zu schaffen und damit die kulturelle Vielfalt der Stadt langfristig zu stärken.

Geförderte Kulturprojekte

Die Breitenseer Lichtspiele in Wien-Penzing, Wiens letztes dauerhaft bespieltes Vorstadtkino, erhalten anlässlich ihres 120-jährigen Jubiläums im Jänner 2025 finanzielle Unterstützung. Nach umfangreichen Revitalisierungsmaßnahmen in den Vorjahren, bei denen bereits die Technik modernisiert, historische Projektoren renoviert sowie Lüftung und Elektrik instand gesetzt wurden, können nun mit 64.000 Euro aus dem Fördertopf die in die Jahre gekommene Kinobestuhlung und der abgenutzte Bodenbelag erneuert werden.

Der Kunst- und Kulturverein ECHOLOT, der seit seiner Gründung 2020 in der Brotfabrik Wien einen transdisziplinären Raum betreibt, erhält 60.000 Euro für Verbesserungen. Der von über 250 Kunstschaffenden genutzte und jährlich von mehr als 5000 Besuchern frequentierte Ort wird baulich angepasst und mit einem 4.2.-Soundsystem für immersive Klangerlebnisse sowie digitalen Licht- und Audiopulten für flexible Raumgestaltung ausgestattet.

Dem Ensemble für Neue Musik PHACE, das seit seiner Gründung 1991 experimentelle Ansätze mit hohem künstlerischen Anspruch verbindet, ermöglicht der Zuschuss die Komplettierung seines Instrumentariums. Durch die Übernahme des Schlagwerkinventars und weiterer Ausrüstung des 2025 verstorbenen Musikers Berndt Thurner können künftig Mietkosten für Instrumente eingespart werden. Hierfür sind 60.000 Euro vorgesehen.

Weitere Förderungen

Der Sonderzahl-Verlag kann dank eines Zuschusses von 29.000 Euro seine Büroräumlichkeiten so umgestalten, dass dort künftig auch kleinere Abendveranstaltungen stattfinden können. Nach umfassender Renovierung der Elektrik, Lüftung und Beleuchtung werden die Räumlichkeiten gemeinsam mit dem „Verein Gruppe Wespennest“ genutzt.

Für die Tschaunerbühne steht die Modernisierung der technischen Infrastruktur im Fokus. Mit dem bewilligten Zuschuss werden die Funkstrecken erneuert, um eine störungsfreie und stabile Übertragung während der Aufführungen zu gewährleisten. Dafür sind 20.000 Euro vorgesehen.

Das Theater am Werk am Standort Petersplatz erhält 42.000 Euro für die Generalsanierung seiner Sanitärbereiche – ein wesentlicher Bestandteil eines professionellen und zeitgemäßen Spielbetriebs.

Detaillierte Informationen zur Verteilung der Bau- und Investitionskostenzuschüsse in den einzelnen Sparten sind im jährlich erscheinenden Kunst-, Kultur- und Wissenschaftsbericht der Stadt Wien nachzulesen.

Der Bericht ist online und zum Download auf der Webseite der Wienbibliothek verfügbar.

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KO KOSMO-Redaktion
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