Ein emotionaler Abschied verbindet den Tennisstar mit seinem Mentor. Novak Djokovic trauert um Niki Pilic, den Mann, der ihn formte und wie einen Sohn aufnahm.
Novak Djokovic hat mit bewegenden Worten Abschied von Niki Pilic genommen. Der am 22. September 2025 in Rijeka verstorbene Kroate spielte eine prägende Rolle im Leben des serbischen Tennisstars, der als Teenager viereinhalb Jahre in Pilics München-Akademie trainierte. Der einstige Davis-Cup-Sieger mit Deutschland (1988, 1989, 1993), Kroatien (2005) und Serbien (2010) galt als entscheidender Mentor in Djokovics früher Karrierephase.
„Ich hoffe, du weißt, wie viel du mir in meiner Karriere und meinem Leben bedeutet hast“, teilte der Grand-Slam-Rekordchampion in einer emotionalen Botschaft auf Instagram mit. Djokovic betonte die nachhaltige Wirkung seines Förderers: „Dein Einfluss auf meine Entwicklung als Mensch und Tennisspieler bleibt unauslöschlich. Ich bin dir und deiner wunderbaren Frau Mija auf ewig dankbar, dass ihr mich mit zwölf Jahren wie euren leiblichen Sohn aufgenommen habt.“
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Djokovics Tennisvater
Für den 24-fachen Major-Sieger steht Pilics Vermächtnis außer Frage: „Für mich ist es jedoch am wichtigsten, dass ich dich mit Stolz ‚Sjor Niko, meinen Tennisvater‘ nennen darf.“ Die Erfolge seines Mentors seien „mit goldenen Lettern in die Geschichtsbücher des Balkans und des Welttennis eingegangen“, so der Serbe in seiner Würdigung.
Pilic war der erste Trainer in der Tennis-Geschichte, der mit drei verschiedenen Nationen den Davis Cup gewann. In seiner Akademie in Oberschleißheim bei München formte der 1939 geborene Kroate zwischen 1999 und 2003 den jungen Djokovic, der dort zwischen seinem zwölften und sechzehnten Lebensjahr jeweils mehrere Monate pro Jahr verbrachte und gezielt auf seine spätere Profikarriere vorbereitet wurde.