Nächtlicher Einbruch mit schmerzhaften Folgen: Als Austin C. in ein fremdes Haus eindrang, ahnte er nicht, dass der Besitzer ein erfahrener MMA-Kämpfer war.
Ein Einbrecher in Florida hat sich mit der Wahl seines Ziels gründlich verkalkuliert. Kurz nach dem Eindringen in ein fremdes Haus fand sich Austin C. in einer Situation wieder, in der er die anrückenden Polizeibeamten fast als Retter empfand. Der Hausbesitzer Henny R. entpuppte sich als trainierter Mixed-Martial-Arts-Kämpfer (Vollkontakt-Kampfsport), der ohne zu zögern zur Tat schritt. Mit gezielten Tritten und einem professionellen Kampfgriff brachte er den ungebetenen Gast zu Boden.
Der nächtliche Vorfall begann, als Henny R. durch einen Alarmruf seines Neffen aus dem Schlaf gerissen wurde. Dem Fernsehsender CBS12 berichtete der 28-Jährige später, dass er bereits im Bett lag, als kurz vor Mitternacht der Hilferuf ertönte: „Onkel, hier ist fremder Mann im Wohnzimmer.“ Sofort eilte R. nach unten und konfrontierte den Eindringling. Als dieser handgreiflich wurde, setzte der Hausherr seine dreijährige MMA-Kampferfahrung ein. Mit Schlägen und Tritten brachte er den Einbrecher zu Fall.
⇢ 450 Jobs wackeln: Droht bei Voestalpine eine Kündigungswelle?
Familienschutz zuerst
„Ich verteidigte meine Familie nur mit dem, was ich hatte – meinen Händen und Füssen“, erklärte Henny später. Obwohl der schwer gezeichnete Austin C. sich noch aus dem Haus schleppen konnte, endete seine Flucht abrupt. Er lief direkt den alarmierten Polizeibeamten in die Arme. Das Verhaftungsfoto aus dem Revier in Wilton Manors, Florida, dokumentierte eindrucksvoll die Folgen der Auseinandersetzung: C.s Gesicht war übersät mit blauen Flecken, Schwellungen und einer klaffenden Wunde an der Stirn.
Gescheiterte Ausrede
Bei seiner Vernehmung versuchte der 31-Jährige, den Einbruch als Verwechslung darzustellen. Er gab an, in einer nahegelegenen Bar zu viel getrunken und das Haus irrtümlich für das eines Bekannten gehalten zu haben. Die Beamten schenkten dieser Geschichte keinen Glauben. Der Richter setzte eine Kaution von 20.000 Dollar fest und untersagte C., sich dem Haus und dessen Bewohner zu nähern.
Eine Warnung, die angesichts der schmerzhaften Erfahrung vermutlich überflüssig war.