Die Zukunft der französischen Edelmarke DS Automobiles steht auf wackeligem Fundament. Innerhalb des Stellantis-Konzerns (Automobilkonzern), der auch Peugeot, Citroën und Opel umfasst, gerät die Premiummarke zunehmend unter Druck.
Die Verkaufszahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im ersten Halbjahr 2025 wurden europaweit lediglich 16.000 Fahrzeuge abgesetzt – ein drastischer Rückgang um mehr als 22 Prozent. Besonders im Heimatmarkt Frankreich verzeichnete die Marke erhebliche Einbußen.
Gescheiterte Premiumstrategie
Der ursprüngliche Plan, mit DS eine Premiummarke zu etablieren, die deutschen Herstellern wie Audi oder BMW Paroli bieten könnte, hat sich bislang nicht erfüllt. Branchenbeobachter sehen einen wesentlichen Schwachpunkt: Die technische Differenzierung zu den Konzerngeschwistern Citroën und Peugeot sei zu gering, um die höheren Preise zu rechtfertigen. In Fachkreisen wird daher bereits spekuliert, DS könnte künftig zu einer bloßen Ausstattungsvariante von Citroën degradiert oder sogar vollständig vom Markt genommen werden.
Konzern dementiert Gerüchte
Der Stellantis-Konzern tritt diesen Gerüchten allerdings entschieden entgegen. Christine Schulze Tergeist, die Leiterin von DS Deutschland, bekräftigte zuletzt die Selbständigkeit der Marke und den Willen, am eingeschlagenen Premium-Kurs festzuhalten. Trotz aller Herausforderungen und Spekulationen über eine mögliche Wiedereingliederung in die Marke Citroën betont die Konzernführung, dass DS Automobiles weiterhin als separate Premiummarke im Portfolio bleiben soll.