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Preisschock

Preisschock bei Gasthermen: Wartung kostet plötzlich dreimal so viel

Preisschock bei Gasthermen: Wartung kostet plötzlich dreimal so viel
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Thermenwartung wird zum Luxusgut: Ein Burgenländer soll künftig statt 130 Euro satte 349 Euro jährlich zahlen – der Energieversorger spricht von Marktanpassung.

Die Burgenland Energie kündigt Wartungsverträge für Gasthermen zum Jahresende auf und bietet stattdessen neue Konditionen an. Diese Änderung sorgt für erheblichen Unmut bei den Betroffenen. Ein Kunde aus Weiden am See wurde mit einer drastischen Preisanpassung konfrontiert: Anstelle der bisherigen 130 Euro jährlich soll er künftig 349 Euro für denselben Service entrichten – ein Anstieg um 167 Prozent. Gegenüber der „Krone“ machte der Kunde seinem Ärger Luft und bezeichnete das Vorgehen als „Wucher“ und „Abzocke“, da die identische Dienstleistung bisher zu einem deutlich niedrigeren Preis erbracht wurde.

Das Energieunternehmen rechtfertigt die Preisanpassung mit einem veränderten Marktumfeld. In seiner Stellungnahme betont der Versorger, dass Thermenwartungen nicht zum Kerngeschäft zählen, sondern lediglich ein Zusatzangebot darstellen, das man auf Kundenwunsch weiterführe. Man sei jedoch abhängig von den Herstellern, die den Support für ältere Geräte eingestellt und die Ersatzteilpreise erheblich angehoben hätten.

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Marktveränderungen

Hinzu komme der kontinuierliche Rückgang der Gaskunden durch den Umstieg auf Wärmepumpen. Die noch vorhandenen Anlagen seien häufig über zwei Jahrzehnte in Betrieb, was Wartungsarbeiten und die Beschaffung von Komponenten zunehmend kompliziert gestalte.

Die Arbeiterkammer beurteilt die Situation differenzierter und weist darauf hin, dass es sich rechtlich betrachtet nicht um eine klassische Preiserhöhung handelt, sondern um neue Vertragsangebote, die Kunden nicht akzeptieren müssen. Die Burgenland Energie ihrerseits argumentiert, dass ihr Angebot im Vergleich zu Mitbewerbern nach wie vor vorteilhaft sei. Für Gasthermen unter 20 Jahren, für die noch Support und Ersatzteile verfügbar sind, bietet das Unternehmen zudem günstigere Wartungstarife an.

Wärmepumpen-Alternative

Der Energieversorger wirbt aktiv für den Wechsel zu Wärmepumpen und hebt deren Vorzüge hervor: geringerer Energieverbrauch, Unabhängigkeit von Gasimporten, keine Explosionsgefahr und reduzierter Wartungsaufwand. Das Unternehmen stellt ein komplettes Servicepaket in Aussicht, das von der Planungsphase über Finanzierungsmöglichkeiten bis zur Installation inklusive Förderabwicklung reicht.

Ergänzend bietet der Versorger kostenlose Beratungsgespräche an und verweist auf Fördermittel von bis zu 11.000 Euro, die je nach Programm von Bund und Land bereitgestellt werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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