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Landwirtschaft

Rekord bei Sonnenblumen, Debakel bei Zuckerrüben – Landwirtschaft im Umbruch

Rekord bei Sonnenblumen, Debakel bei Zuckerrüben – Landwirtschaft im Umbruch
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Österreichs Landwirtschaft zeigt ein gemischtes Bild: Während Getreide, Ölsaaten und Hülsenfrüchte Rekordernten verzeichnen, bricht die Zuckerrübenproduktion dramatisch ein.

Die Ackerfläche in Österreich blieb 2025 konstant bei 1,32 Millionen Hektar. Getreide dominiert mit 56 Prozent der Nutzung, gefolgt von Feldfutterbau mit 17 Prozent. Ölfrüchte und Hülsenfrüchte machen 15 Prozent aus, während Hackfrüchte vier Prozent der Fläche beanspruchen. Sechs Prozent liegen als Brache.

Die Getreideernte ohne Körnermais verzeichnete einen Zuwachs von 13 Prozent auf 3,18 Millionen Tonnen. Bei Weizen wurden 1,74 Millionen Tonnen eingefahren, was einem Plus von elf Prozent entspricht. Die Körnermaisproduktion stieg landesweit um 22 Prozent auf 2,52 Millionen Tonnen, während die Gerstenernte mit 825.100 Tonnen um 15 Prozent zulegte.

Positive Entwicklungen zeigten sich auch bei Ölsaaten und Körner-Hülsenfrüchten mit einer Gesamternte von 507.700 Tonnen – ein Anstieg um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Sojaproduktion wuchs auf 279.500 Tonnen (plus 13 Prozent), während bei Ölkürbiskernen 26.900 Tonnen erreicht wurden (plus 18 Prozent). Sonnenblumen erzielten mit 78.100 Tonnen einen historischen Höchstwert (plus 48 Prozent).

Rückläufige Entwicklungen

Rückläufig entwickelten sich hingegen Raps und Rübsen mit 65.200 Tonnen, was einem Minus von acht Prozent entspricht – bedingt durch erheblich reduzierte Anbauflächen.

Im Gegensatz dazu steht die Hackfruchternte vor einem deutlichen Einbruch: Die Gesamtproduktion wird voraussichtlich um 31 Prozent auf 2,87 Millionen Tonnen sinken. Hauptursache ist die drastische Reduktion der Zuckerrübenflächen um 42 Prozent.

Statistik Austria führt als Gründe die Schließung des Zuckerwerks in Leopoldsdorf, unattraktive Marktpreise sowie verstärkten Schädlingsbefall an. Die Zuckerrübenernte wird mit voraussichtlich 2,05 Millionen Tonnen um 40 Prozent unter dem Vorjahreswert liegen.

Einen Aufwärtstrend verzeichneten dagegen Kartoffeln mit 813.300 Tonnen, was einem Zuwachs von 17 Prozent entspricht.

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KO KOSMO-Redaktion
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