Die USA haben Venezuela angegriffen und Präsident Nicolas Maduro nach eigenen Angaben festgenommen und außer Landes gebracht. Washington wirft dem venezolanischen Staatschef unter anderem vor, Drogenkartelle zu führen. Bereits seit Monaten übt die US-Regierung massiven Druck auf Maduro aus, sein Amt niederzulegen.
US-Präsident Donald Trump hatte dem venezolanischen Machthaber wiederholt nahegelegt zurückzutreten und ihn mit deutlichen Worten gewarnt, ein Rücktritt wäre „klug“. Zudem versucht Washington mit einer Öl-Blockade, Maduro zum Einlenken zu zwingen.
Die venezolanische Regierung spricht von einem „schweren militärischen Angriff“ durch die Vereinigten Staaten. „In diesem Moment wird Caracas bombardiert“, hieß es in einer Erklärung aus Caracas. Nach seiner Festnahme soll Maduro nun in den USA vor Gericht gestellt werden.
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Maduros Werdegang
Der 1962 als Sohn eines Gewerkschaftsführers in eine Arbeiterfamilie geborene Maduro arbeitete zunächst als Busfahrer. Als der Offizier Hugo Chavez 1992 einen gescheiterten Putschversuch unternahm, engagierte sich Maduro für dessen Freilassung und wurde zu einem überzeugten Anhänger von Chavez‘ linksgerichteter Politik. Nach dessen Wahlsieg 1998 zog Maduro ins Parlament ein. Chavez bestimmte ihn später zu seinem Nachfolger, und nach dessen Tod wurde Maduro 2013 mit knappem Vorsprung zum Präsidenten gewählt.
Unter Maduros Führung erlebte Venezuela einen dramatischen wirtschaftlichen Niedergang, geprägt von Hyperinflation und chronischen Versorgungsengpässen. Seine Amtszeit ist gekennzeichnet durch mutmaßlich manipulierte Wahlen, gravierende Nahrungsmittelknappheit und Menschenrechtsverletzungen, darunter das harte Vorgehen gegen Demonstrationen in den Jahren 2014 und 2017. Millionen Venezolaner verließen das Land. Die USA und andere Staaten verhängten weitreichende Sanktionen gegen seine Regierung. 2020 erhob Washington Anklage gegen Maduro wegen Korruption und weiterer Vergehen – Vorwürfe, die er stets zurückwies.
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Umstrittene Herrschaft
Im Jänner 2025 trat Maduro seine dritte Amtszeit an. Die vorangegangene Wahl im Jahr 2024 wurde von internationalen Beobachtern und der Opposition weithin als manipuliert verurteilt. Tausende Menschen, die gegen die Verkündung seines Wahlsiegs protestierten, wurden inhaftiert. Eine UN-Untersuchungskommission stellte im vergangenen Monat fest, dass die venezolanische Nationalgarde (GNB) über mehr als ein Jahrzehnt hinweg schwere Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hat. Die Repressionen richteten sich vorwiegend gegen politische Gegner, wobei die Täter meist straffrei blieben.
Die repressive Politik der Maduro-Regierung rückte auch durch die Verleihung des Friedensnobelpreises 2025 an Oppositionsführerin Maria Corina Machado verstärkt ins internationale Bewusstsein.