Kein Titel, zwei Niederlagen, eine Liebesgeschichte – und nun meldet sich ein Ex-Profi mit ungewöhnlich scharfen Worten zu Wort.
Jannik Sinner kommt nicht in Schwung. Der Weltranglistenzweite aus Italien hat das Jahr 2026 mit einer Serie von Rückschlägen begonnen: kein Titel, zwei Niederlagen – darunter eine gegen Novak Djokovic beim Australian Open in Melbourne – und zuletzt ein Ausscheiden in Doha gegen Jakub Mensik.
Es war Sinners erste Niederlage gegen einen Spieler außerhalb der Top 10 seit Juni des Vorjahres. Besonders das letzte Ergebnis sorgte in der Tenniswelt für Aufsehen.
Bertoluccis Kritik
Der frühere italienische Profi Paolo Bertolucci meldete sich daraufhin mit deutlichen Worten zu Wort – und zog dabei auch Sinners Beziehung zu dem bosnisch-herzegowinischen Model Leila Hasanovic in die Diskussion. „Sinner ist verliebt – er muss seine Vorbereitung grundlegend überdenken“, schrieb Bertolucci auf der Plattform X.
In seinem Posting forderte er den amtierenden Weltranglistenzweiten auf, sein Team zu erneuern, die Aggressivität in seinem Spiel wiederzufinden und seinen Turnierplan zu überarbeiten. Zudem riet er Sinner, Werbeengagements zurückzufahren, die Überlegenheit von Carlos Alcaraz anzuerkennen und sich vollständig auf sein Tennis zu konzentrieren.
Besonders scharf fiel Bertoluccis Analyse von Sinners Auftritt gegen Djokovic in Melbourne aus. In entscheidenden Phasen – vor allem bei Breakballsituationen – habe Sinner zu zögerlich agiert und die Initiative kampflos dem Gegner überlassen.
Bertolucci schloss seinen Kommentar mit einer selbstkritischen Anmerkung: Es brauche schon eine gehörige Portion Arroganz, um die Nummer zwei der Welt derart zu beurteilen.