Nach einem Feuer an Bord und massiven technischen Problemen steuert der größte US-Flugzeugträger der Welt einen neuen Hafen an.
Der größte Flugzeugträger der US-Marine, die „USS Gerald R. Ford“, hat die Souda-Bucht auf Kreta verlassen und nimmt nun Kurs auf die kroatische Hafenstadt Split. Zuvor hatte das Schiff in der kretischen Bucht festgemacht, wo erste Reparaturarbeiten durchgeführt wurden.
Feuer und Technikprobleme
Vorausgegangen war ein Zwischenfall während des Einsatzes im Roten Meer: Nach Angaben der US-Marine brach am 12. März in der Wäscherei des Schiffes ein Feuer aus, das mehr als 30 Stunden dauerte, bis es gelöscht werden konnte. Das Feuer stand in keinem Zusammenhang mit Kampfhandlungen und konnte von der Besatzung unter Kontrolle gebracht werden. Zwei Besatzungsmitglieder wurden nach Angaben des US-Zentralkommandos wegen nicht lebensbedrohlicher Verletzungen medizinisch versorgt; hunderte weitere Seeleute wurden wegen Rauchvergiftung behandelt. Darüber hinaus berichteten US-Medien von erheblichen technischen Problemen im Bereich der sanitären Anlagen sowie in den Unterkünften der rund 4.500 Besatzungsmitglieder.
Während des Aufenthalts auf Kreta kam es parallel zu Demonstrationen linker Parteien und Gruppierungen, die sich gegen die Präsenz des Flugzeugträgers aussprachen. Beobachter in griechischen Medien wiesen darauf hin, dass die Behörden offenbar bemüht waren, mögliche Zwischenfälle bei Landgängen der Besatzung in der vergleichsweise kleinen Stadt Chania zu vermeiden.
Nächster Halt Split
In Split soll der Flugzeugträger die Marinebasis Lora anlaufen. Diese verfügt über spezialisierte Kapazitäten für anspruchsvolle technische Arbeiten und gilt als bedeutender Standort für multinationale NATO-Übungen.
Eine offizielle Bestätigung seitens der US-Marine stand zunächst noch aus.