Gesperrter Himmel, bewaffneter Widerstand: Rund um Moskau verdichten sich die Zeichen, dass Putins Macht unter Druck gerät.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine weitreichende Sperrung des Luftraums über Moskau und großen Teilen Zentralrusslands für Privatflugzeuge und Helikopter angeordnet. Die Sperrzone reicht bis auf eine Höhe von 5.000 Metern und umfasst ein Gebiet, das etwa viermal so groß ist wie das Vereinigte Königreich. Beobachter werten die Maßnahme als Reaktion auf die gestiegene Bedrohungslage, insbesondere durch den zunehmenden Einsatz ukrainischer Langstreckendrohnen, und als Versuch, mögliche Anschläge auf Putin zu verhindern.
Verstärkte Luftabwehr
Wie die britische Metro berichtet, wird die Luftabwehr rund um Moskau sowie um Putins Residenz in Novo-Ogaryovo westlich von Moskau gezielt verstärkt. Militär und Sicherheitsdienste erhalten damit die Möglichkeit, nicht autorisierte Kleinflugzeuge künftig ohne vorherige Überprüfung privater Flugpläne als verdächtig einzustufen. Bestimmten Oligarchen soll der Betrieb ihrer Privatjets dennoch weiterhin gestattet bleiben, während auch der Flugschulbetrieb sowie Pilotenausbildungen unter das Verbot fallen.
Russische Luftfahrtbehörden sperrten nach ukrainischen Drohnenangriffen zeitweise alle Flughäfen der russischen Hauptstadt Moskau. Die nun angeordnete Sperrung geht jedoch deutlich darüber hinaus und umfasst ein flächendeckendes Verbot für Privatflugzeuge und Helikopter über weiten Teilen Zentralrusslands.
Darüber hinaus wird das Flugverbot als präventive Vorsichtsmaßnahme im Hinblick auf mögliche ukrainische Gegenschläge gewertet, die als Reaktion auf fortgesetzte russische Angriffe auf Kiew erfolgen könnten. Als Ziele solcher Angriffe gelten dem Bericht zufolge die Entscheidungszentren der Ukraine sowie militärische Industrieanlagen.
Innerer Widerstand
Parallel dazu sieht sich Putin mit wachsendem innerem Widerstand konfrontiert. Die Untergrundgruppe „Black Spark“, der Geschäftsleute, Aktivisten und Kämpfer angehören, hat offen angekündigt, das Regime mit Gewalt zu stürzen. An der Spitze der Bewegung steht Igor Wolobujew, ein ehemaliger Vizepräsident einer kremlnahen Bank, der nach Beginn des Krieges in die Ukraine geflohen ist.
Im Manifest der Gruppe heißt es unmissverständlich: „Putins Terror hat unseren Glauben an den Dialog zerstört. Wir haben erkannt, dass unter einer Diktatur die Gerechtigkeit gezwungen ist, sich mit Molotow-Cocktails zu verteidigen.“ Die Bewegung lehnt Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine ab und fordert nicht nur Putins Sturz, sondern das Ende des russischen Imperiums insgesamt.