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Grenzreform

Große Änderungen an den Grenzübergängen zwischen Kroatien und Bosnien

Große Änderungen an den Grenzübergängen zwischen Kroatien und Bosnien
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Kroatiens Schengen-Beitritt zieht weitreichende Folgen nach sich – an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina beginnt eine neue Ära.

Mit der Unterzeichnung eines neuen bilateralen Vertrags über die Grenzübergänge zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina wird die tiefgreifendste Neuordnung des Grenzverkehrs zwischen beiden Staaten seit einem Jahrzehnt eingeleitet. Der vollständige Vertragstext liegt zwar noch nicht offiziell vor, doch aus behördlichen Informationen und Beschlüssen des bosnisch-herzegowinischen Ministerrats lassen sich die wesentlichen Änderungen rekonstruieren – Änderungen, die Reisende, Transportunternehmen und die Bevölkerung in den Grenzregionen gleichermaßen betreffen werden.

Schengen als Auslöser

Der neue Vertrag passt das bestehende Übergangssystem diesen Vorgaben an und bereitet die Infrastruktur auf die künftige Einführung des europäischen Ein- und Ausreisesystems EES vor. Konkret bedeutet das: Einzelne Übergänge werden kapazitätsmäßig ausgebaut, während der Personen- und Warenverkehr gezielt auf jene Standorte konzentriert wird, die den europäischen Sicherheits- und Technikstandards entsprechen.

Insgesamt umfasst der Vertrag 58 Grenzübergänge unterschiedlicher Kategorien. Eine der zentralen Neuerungen betrifft sechs Übergänge, die künftig den Status internationaler Übergänge für den Personen- und Warenverkehr erhalten – inklusive vollständiger veterinärmedizinischer, phytosanitärer und sonstiger Inspektionskontrollen. Es handelt sich um die Übergänge Nova Sela–Bijaca, Kamensko–Kamensko, Ličko Petrovo Selo–Izacic, Svilaj–Donji Svilaj, Stara Gradiska–Gradiska sowie Gornji Varos–Gradiska Novi Most.

Neue Kategorisierungen

Darüber hinaus sieht die Vereinbarung eine Erweiterung der internationalen Übergänge für den Personenverkehr vor. Bestehende Übergänge werden höhergestuft, um die am stärksten frequentierten Grenzstellen zu entlasten und den Alltag der Grenzbewohner zu erleichtern. Bestätigt ist unter anderem die Umkategorisierung des Übergangs Zagrad–Pasin Potok zum internationalen Personenübergang.

Von solchen Aufwertungen erhofft man sich vor allem eine Entschärfung der Stausituation in der Touristensaison sowie eine gleichmäßigere Verteilung des Verkehrsaufkommens entlang der gesamten Grenzlinie. Zu den weiterhin als internationale Übergänge geführten Standorten zählen laut verfügbaren Informationen: Slavonski Brod–Brod, Metkovic–Doljani, Vinjani Donji–Gorica, Maljevac–Velika Kladusa, Orasje–Orasje, Gunja–Brcko, Hrvatska Kostajnica–Kostajnica, Arzano–Osoje sowie Uzljebic–Uzljebic.

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KO KOSMO-Redaktion
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