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Einsturzgefahr

Wolkenkratzer evakuiert: „Stahlträger biegen sich wie Zigaretten“ (VIDEO)

Wolkenkratzer evakuiert: „Stahlträger biegen sich wie Zigaretten“ (VIDEO)
FOTO: EPA/Screenshot X
2 Min. Lesezeit |

Verbogene Stahlträger, evakuierte Schulen, gesperrte Straßen – mitten in Manhattan gerät ein Hochhausprojekt gefährlich außer Kontrolle.

In einem Hochhaus im Herzen Manhattans, New York City, haben sich tragende Stahlträger so stark verformt, dass das Gebäude sowie eine Reihe umliegender Häuser umgehend geräumt werden mussten. Der Notruf ging gegen 8 Uhr morgens ein, wie mehrere US-Medien übereinstimmend meldeten. Im Zentrum des Geschehens steht ein 38-stöckiges Gebäude an der East 42nd Street – in unmittelbarer Nähe des Chrysler Buildings und der Grand Central Station.

Das Hochhaus, einst Hauptsitz des Pharmariesen Pfizer, befindet sich derzeit mitten in einem umfangreichen Umbau zu einem Luxuswohngebäude.

Träger wie Zigaretten

Laut Feuerwehr versagten zwei Stahlstützen im 21. und 22. Stockwerk, woraufhin die betroffenen Etagen zwischen dem 21. und 26. Obergeschoss teilweise absackten. Bauarbeiter erkannten die kritische Verformung rechtzeitig und lösten Alarm aus. Clifford Johnsen von der Baugewerkschaft Steamfitters Local 638 schilderte gegenüber CNN das Ausmaß der Schäden in drastischen Worten: „Die Stahlträger verbiegen sich dort wie Zigaretten. Ich bin seit 21 Jahren im Baugewerbe, und ich habe noch nie einen Träger gesehen, der sich in der Mitte durchbiegt – das ist hochgradig gefährlich.“

Polizei und Feuerwehr richteten weiträumige Absperrungen rund um das Gebäude ein. Vorsorglich wurden auch benachbarte Liegenschaften evakuiert – darunter eine Schule mit rund 400 Schülerinnen und Schülern sowie ein Hotel. Personenschäden blieben aus; sämtliche Bauarbeiter konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen.

Ermittlungen laufen

Die Ursache für das Versagen der Stahlträger ist bislang nicht geklärt. Polizei, Feuerwehr und Bauaufsichtsbehörde haben Ermittlungen aufgenommen, mehrere Straßen im Umfeld des Hochhauses wurden gesperrt. Das aus den 1970er-Jahren stammende Gebäude soll im Zuge des laufenden Umbaus um mehr als ein Dutzend Stockwerke erhöht und in einen Wohnkomplex mit über 1.600 Einheiten umgewandelt werden. Entwickler des Projekts sind Metro Loft Development und David Werner Real Estate Investments.

Die verantwortliche Baufirma war bereits im vergangenen Jahr im Rahmen desselben Projekts mit mehreren Verstößen gegen geltende Sicherheitsvorschriften in Erscheinung getreten.

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KO KOSMO-Redaktion
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