Tempo 150 auf einer Ortsstraße – in Felixdorf ist Rasen kein Einzelfall. Jetzt reagiert die Gemeinde mit harten Mitteln.
In Felixdorf (Bezirk Wiener Neustadt-Land) werden auf einer Ortsstraße regelmäßig Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h gemessen – in Einzelfällen soll laut SPÖ-Bürgermeister Andreas Hueber sogar Tempo 150 registriert worden sein. Um dem entgegenzuwirken, hat die Gemeinde drei stationäre Radargeräte in Betrieb genommen. Zwei davon wurden entlang der Hauptstraße aufgestellt, das dritte unmittelbar beim Kindergarten.
„In den ersten sechs Tagen haben wir bereits 100 Überschreitungen gemessen“, berichtet Ortschef Hueber. „Sie tragen vor allem dazu bei, das Bewusstsein für die eigene Geschwindigkeit zu schärfen“, sagt Vizebürgermeister Günther Straub.
Gefahr im Schulumfeld
Besonders im Umfeld von Schule und Kindergarten birgt das Raserproblem erhebliche Risiken. „Es braucht nur ein Kind über die Straße laufen“, sagt Hueber.
Dass die Gefahr real ist, zeigt auch ein tragischer Vorfall: Im vergangenen Jahr kam an jener Stelle, wo heute eines der Radargeräte steht, ein Mensch ums Leben.
„Die Radarboxen sollen nicht als Schikane, sondern als Maßnahme für mehr Verkehrssicherheit verstanden werden. Denn letztlich trägt jeder einzelne Verkehrsteilnehmer mit seinem Verhalten dazu bei, dass alle sicher ans Ziel kommen“, so Vizebürgermeister Straub.