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Mordprozess

Fast 30 Jahre nach Tupacs Tod: Ex-Gang-Boss schuldig gesprochen

Fast 30 Jahre nach Tupacs Tod: Ex-Gang-Boss schuldig gesprochen
(FOTO: EPA / ETIENNE LAURENT)
2 Min. Lesezeit |

Fast 30 Jahre nach dem Tod von Tupac Shakur fällt ein Gericht nun ein wegweisendes Urteil in einem der berühmtesten Mordfälle der Musikgeschichte.

Duane „Keffe D“ Davis wurde in Las Vegas schuldig gesprochen, den Mord an US-Rapper Tupac Shakur geplant und organisiert zu haben. Der 63-jährige ehemalige Anführer der South Side Compton Crips wurde für schuldig befunden, den tödlichen Angriff auf den Rapper organisiert zu haben. Nach mehr als drei Stunden Beratung fällten die Geschworenen ihr Urteil.

Davis selbst wird nicht vorgeworfen, die Schüsse abgefeuert zu haben – er soll jedoch die Tatwaffe beschafft haben. Nach dem Recht des US-Bundesstaats Nevada kann eine Person wegen Mordes verurteilt werden, wenn sie an der Tat mitgewirkt oder diese ermöglicht hat.

Koordinierter Angriff

Davis wurde von der Jury als derjenige verantwortlich gemacht, der den Angriff auf Tupac Shakur am 7. September 1996 in Las Vegas organisierte. Der Rapper erlag seinen Verletzungen sechs Tage nach dem Attentat. In einem Polizeiverhör aus dem Jahr 2008, das den Geschworenen im Prozess vorgespielt wurde, hatte Davis erklärt, die Tatwaffe bereitgestellt zu haben und sein Neffe Orlando „Baby Lane“ Anderson habe die Schüsse abgegeben. Die Staatsanwaltschaft legte sich im Verfahren jedoch nicht darauf fest, wer tatsächlich geschossen hatte.

Verteidiger Michael Sanft wies die Anklage entschieden zurück. Er argumentierte, Davis habe seine eigenen Schilderungen gezielt übertrieben, um daraus persönlichen Vorteil zu ziehen.

Unbewiesen geblieben

Im Prozess wurde auch eine frühere Behauptung von Davis thematisiert, wonach Sean „Diddy“ Combs ihm eine Million Dollar für die Tötung von Shakur und Suge Knight angeboten, das Geld jedoch nie bezahlt habe. Der Vorwurf wurde nicht bewiesen; Combs bestreitet jede Beteiligung und wurde im Zusammenhang mit Tupacs Tod nie angeklagt.

Richterin Carli Kierny setzte den Termin zur Strafzumessung für den 13. Oktober fest. Davis bleibt bis dahin ohne Möglichkeit auf Freilassung in Haft.

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KO KOSMO-Redaktion
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