Fast 3.000 Tote, sechs betroffene Provinzen – der Ebola-Ausbruch im Kongo erreicht eine neue, alarmierende Dimension.
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo nimmt weiter an Schwere zu.
Die Zahl der bestätigten Infektionen ist inzwischen auf 6.041 gestiegen. 2.911 Menschen haben die Krankheit nicht überlebt. Derzeit befinden sich 619 Betroffene in Isolation oder medizinischer Behandlung.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Ausbruch am 17. Mai 2026 offiziell als „Public Health Emergency of International Concern“ (PHEIC) eingestuft – eine Notlage von internationaler Tragweite.
Schwieriger Erreger
Die Epidemie dürfte ihren Ursprung im Februar gehabt haben und wurde Mitte Mai der Öffentlichkeit bekannt. Beim nachgewiesenen Erreger handelt es sich um den Ebola-Typ Bundibugyo, dessen Eindämmung sich als außerordentlich schwierig erweist. Fachleute gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Infizierten weit höher liegt, da zahlreiche Fälle in ländlichen Gemeinden nicht erfasst werden.
Seit Anfang Juli laufen klinische Tests mit zwei antiviralen Therapieansätzen. Parallel dazu wird der Impfstoff Ervebo erprobt, der ursprünglich für den häufiger vorkommenden Zaire-Erreger zugelassen wurde. Bislang sind sechs Provinzen der Demokratischen Republik Kongo von der Epidemie betroffen. Damit ist dieser Ausbruch nach dem Westafrika-Ausbruch der Jahre 2014 bis 2016 der zweitgrößte in der Geschichte.
Krankheitsbild & Mutation
Ebola wird durch direkten Körperkontakt übertragen und zählt zu den lebensbedrohlichsten Infektionskrankheiten überhaupt. Zu den typischen Krankheitszeichen gehören hohes Fieber, Durchfall sowie innere Blutungen. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC hat bestätigt, dass der Erreger bislang keine Mutation aufweist.
Die Entwicklung der Lage ist insbesondere für Menschen aus der Diaspora relevant, die Angehörige in der betroffenen Region haben.