Österreichs Schulwege sind gefährlicher geworden – und die Zahlen hinter dieser Entwicklung sind alarmierend.
Im vergangenen Jahr hat sich die Sicherheitslage auf österreichischen Schulwegen deutlich verschlechtert. Die Zahl der verunglückten Kinder auf dem Weg zur Schule ist spürbar gestiegen und hat zahlreiche Familien im ganzen Land betroffen.
Wie aus Daten von Statistik Austria hervorgeht, wurden im Jahr 2025 österreichweit 537 Schulwegunfälle registriert – ein Anstieg um 118 Fälle gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt trugen 577 Kinder Verletzungen davon, 72 davon schwerwiegender Natur. Besonders erschütternd: In Tirol kam ein Kind auf dem Schulweg ums Leben.
VCÖ-Forderungen
Der Verkehrsclub Österreich reagiert auf diese Entwicklung mit klaren Forderungen. VCÖ-Sicherheitsexpertin Klara Maria Schenk appelliert an alle zuständigen Stellen: „Die traurige Bilanz der Schulwegunfälle des Vorjahrs muss für alle Verantwortlichen Mahnung sein, verstärkt daran zu arbeiten, dass unsere Kinder sicher zur Schule kommen.“ Konkret spricht sich der VCÖ dafür aus, dass Städte und Gemeinden die Infrastruktur verbessern – etwa durch den Ausbau von Gehwegen sowie die Einrichtung von Tempo-30-Zonen rund um Schulen und Kindergärten.
Elterntaxis als Problem
Doch nicht nur die öffentliche Hand steht in der Pflicht. Auch das Verhalten von Eltern rückt der VCÖ in den Blick: Sogenannte Elterntaxis erhöhen das Verkehrsaufkommen in Schulnähe und können selbst zur Gefahr werden. Als sinnvolle Alternative empfiehlt der VCÖ organisierte Geh- oder Fahrradgruppen – sogenannte Pedi- oder Bicibusse (begleitete Schulweggruppen zu Fuß oder per Rad) –, bei denen Kinder gemeinsam und begleitet zur Schule gelangen und dabei gleichzeitig den richtigen Umgang mit dem Straßenverkehr erlernen.