Ein Bekennervideo, Waffenlager in zwei Ländern, sieben Verdächtige – die Anklage zeichnet das Bild eines erschreckend konkreten Terrorkomplots.
Der deutsche Generalbundesanwalt hat Anklage gegen sieben Männer erhoben, denen die Beteiligung an der Planung von Terroranschlägen in Wien und Berlin zur Last gelegt wird. Die Angriffe waren für den Zeitraum rund um den 7. Oktober 2025 geplant.
Geplante Ziele
Die Anklageschrift umfasst 214 Seiten und benennt als mögliche Ziele israelische Diplomaten, jüdische Gemeindezentren sowie pro-israelische Kundgebungen. Als zentrale Figur der Planung gilt Mohammed A. Ende Juli 2025 wurden mehrfach Waffen zwischen Berlin und Wien transportiert. In einem Wiener Waffenlager stellten die Ermittler Pistolen, Magazine und weiteres Ausrüstungsmaterial sicher. Darüber hinaus existiert ein Bekennervideo, in dem Mohammed A. bewaffnet vor einer Hamas-Flagge zu sehen ist und dabei „blutige Racheaktionen in Europa“ ankündigt.
Weitverzweigtes Netzwerk
Die Ermittlungen förderten ein weitverzweigtes Netzwerk zur Beschaffung von Waffen und Munition zutage. In Deutschland wurde ein Arsenal sichergestellt, das unter anderem ein vollautomatisches Sturmgewehr umfasste. Alle sieben Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft. Sie stehen im Verdacht, die geplanten Anschläge koordiniert zu haben, und sollen Verbindungen zu den Kassam-Brigaden (militärischer Arm der Hamas) unterhalten haben.