Ein Schuss, ein Toter, ein zwölfjähriges Mädchen schwer verletzt – Frankreich steht nach dem Angriff in Trappes unter Schock.
In der Pariser Vorstadt Trappes hat ein mutmaßlich rassistisch motivierter Angriff einen Menschen das Leben gekostet und fünf weitere verletzt. Die Ermittlungen laufen unter dem Verdacht eines terroristisch motivierten Verbrechens.
Der Anschlag ereignete sich in den westlich von Paris gelegenen Gemeinden Trappes und La Verrière. Ein 39-jähriger vorbestrafter Mann eröffnete das Feuer und tötete dabei eine Person. Zu den fünf Verletzten zählt auch ein zwölfjähriges Mädchen, das schwer verletzt wurde.
Der Schütze wurde anschließend in der Nachbargemeinde Coignières festgenommen. Bei seiner Verhaftung stellten die Behörden eine Maschinenpistole sowie Tränengasgranaten sicher. Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen „Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung“ eingeleitet.
Politische Reaktionen
Die Tat löste umgehend Reaktionen aus den höchsten politischen Ebenen aus. Der Bürgermeister von Trappes, Ali Rabeh, bezeichnete das Geschehene als „objektiv ein Anschlag mit rassistischer, wahrscheinlich islamfeindlicher Konnotation“. Innenminister Laurent Nunez sprach seinerseits von „eindeutig um ein terroristisches Verbrechen“.
Präsident Emmanuel Macron wandte sich mit Solidaritätsbekundungen an die Opfer und deren Angehörige.
Gesellschaftliche Spannungen
Diese Spannungen sind keineswegs neu: Zuletzt hatten Proteste und Ausschreitungen in mehreren französischen Städten auf ein angespanntes soziales Klima hingewiesen, das unter anderem durch steigende Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem genährt wird.
Vor diesem Hintergrund gewinnt der Angriff in Trappes eine zusätzliche gesellschaftspolitische Dimension.