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Tigerbabys in Sauce, Speck im Glas: KI-Debakel bei Essenslieferdienst (FOTOS)

Tigerbabys in Sauce, Speck im Glas: KI-Debakel bei Essenslieferdienst (FOTOS)
FOTO: Screenshot
2 Min. Lesezeit |

Ein Flugzeug statt Knoblauchbrot, Sushi aus Käseblöcken: Auf der Lieferapp serviert die KI Gerichte, die niemand bestellt hat.

Der Lieferdienst Just Eat hat sich für fehlerhafte KI-Bilder von Speisen entschuldigt und die betroffenen Motive zur Entfernung markiert. Neue Bilder soll es vorerst nicht geben, erst muss die Technik weiterentwickelt werden.

Just Eat hatte künstliche Intelligenz getestet, um Gerichte zu illustrieren, für die keine Fotos vorlagen. Heraus kamen Darstellungen, die mit der Realität wenig zu tun hatten: Speck und Eier in einem Glas Cola, Pommes, die aus Muffins ragen. Ein Unternehmenssprecher erklärte, man entferne die Bilder und erstelle keine neuen, bis die KI weiterentwickelt sei.

Zugleich verwies er darauf, dass Just Eat beim Bildmaterial mit zehntausenden kleinen Restaurants zusammenarbeite und auch professionelle lokale Fotografen finanziere. „Wir haben KI-gestützte Bilder ausprobiert, und wie bei jeder neuen Technologie klappt nicht immer alles auf Anhieb“, sagte der Sprecher gegenüber der BBC.

Schräge KI-Deutungen

Im Subreddit „Just Eat UK“ trugen Nutzer in den vergangenen Tagen zahlreiche schräge KI-Deutungen von Take-away-Speisen zusammen. Ein Café in Belfast sah sein „Sodabrot mit Speck und Ei“ als Glas Limonade abgebildet, in dem ein gebratenes Ei und Speck schwimmen. Der Instagram-Account @uknewestfoods zeigte „Knoblauchbrot“ in Gestalt eines Flugzeugs, vermutlich ausgelöst durch einen Tippfehler beim Wort „plain“.

Ein „Cheese Roll“ wiederum erschien als Käseblöcke, die zu einer Sushi-Rolle gewickelt waren. Ein Nutzer kommentierte die unfreiwillige Komik mit den Worten: „Na, das hat meiner Diät gerade geholfen.“

In der Lieferapp sind KI-generierte Bilder entsprechend gekennzeichnet. Die BBC stieß in den Speisekarten auf viele der ungewöhnlichen Darstellungen.

Kritik der Kunden

Der Vorfall verdeutlicht, dass KI bei der Deutung von Begriffen in bestimmten Zusammenhängen ins Straucheln geraten kann. Auch Rechtschreibfehler trugen zur Verwirrung bei.

Eine Instagram-Nutzerin stellte grundsätzlich infrage, warum Kunden überhaupt KI-Bilder zu sehen bekommen sollten: „Ich möchte sehen, wie das Gericht tatsächlich aussieht, denn das hilft mir bei der Entscheidung, wo oder was ich bestelle.“ Ihr Urteil: „Diese ‚perfekten‘ KI-Versionen führen nur zu Enttäuschung, wenn man glaubt, dass die eigene Mahlzeit so aussehen wird.“

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KO KOSMO-Redaktion
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