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Urlaubstrend

Adria-Krise? Internationaler Tourismus verliert Gäste – nur eine Gruppe wächst

Adria-Krise? Internationaler Tourismus verliert Gäste – nur eine Gruppe wächst
(FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Im Juli 2025 verzeichneten Kroatiens Touristenunterkünfte einen leichten Rückgang bei den Besucherzahlen. Insgesamt 4,4 Millionen Gäste buchten 25 Millionen Übernachtungen, was einem Minus von 1,3 Prozent bei den Ankünften und 0,8 Prozent bei den Nächtigungen im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht.

Die überwiegende Mehrheit der Urlauber kam aus dem Ausland: 4 Millionen internationale Gäste verbrachten 23,2 Millionen Nächte in kroatischen Unterkünften – ein Rückgang von 1,6 Prozent bei den Ankünften und 1 Prozent bei den Übernachtungen. Erfreulich entwickelte sich hingegen der Inlandstourismus mit 382.000 kroatischen Urlaubern (plus 1,6 Prozent) und 1,8 Millionen Übernachtungen (plus 0,4 Prozent).

Diese Juli-Entwicklung fügt sich in einen Trendwechsel während der kroatischen Hochsaison ein. Während das Land im gesamten Zeitraum Januar bis August 2025 noch 17,2 Millionen Ankünfte und 89,8 Millionen Übernachtungen verzeichnete – ein Plus von 2 Prozent bei den Ankünften und 0,5 Prozent bei den Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum – zeigten sich in den Sommermonaten Juli und August rückläufige Tendenzen mit einem Minus von 0,5 Prozent bei den Ankünften und 1,3 Prozent bei den Übernachtungen.

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Herkunftsmärkte und Gästestruktur

Bei den wichtigsten Herkunftsmärkten dominierte auch 2025 Deutschland mit 17,2 Millionen Übernachtungen, gefolgt von kroatischen Inlandsgästen mit 11,2 Millionen, Slowenien mit 9,5 Millionen und Österreich mit 6,5 Millionen Übernachtungen. Diese Struktur zeigt die traditionell starke Bindung der deutschsprachigen und slowenischen Nachbarmärkte an das kroatische Tourismusangebot.

Unterkunftsangebot

Bei den Unterkunftsarten dominieren weiterhin Ferienwohnungen und Apartments. Sie machten im Juli 2025 rund 60 Prozent aller verfügbaren Einheiten aus. Die meisten Betten – knapp zwei Drittel des Gesamtangebots – entfielen auf die Kategorie „Ferienanlagen und ähnliche Unterkünfte für Kurzzeitaufenthalte“, zu der auch Privatquartiere zählen.

In diesem Segment standen 253.000 Zimmer, Apartments und Campingplätze mit insgesamt 676.000 Betten zur Verfügung. Allerdings schrumpfte das Angebot im Vergleich zum Vorjahr um 4.000 Einheiten und 10.000 Betten.

Die Dominanz der Privatquartiere spiegelt sich auch in den Gesamtzahlen wider: Privathaushalte verzeichneten 33,9 Millionen Übernachtungen im Zeitraum Januar bis August 2025 und bestätigen damit ihre Position als wichtigste Unterkunftskategorie des kroatischen Tourismus.

Der klassische Hotelsektor verzeichnete hingegen einen leichten Kapazitätsausbau. Laut Statistikamt boten Hotels und ähnliche Betriebe im Juli 2025 rund 82.000 Zimmer und Apartments mit 173.000 Betten an – ein Zuwachs von 1.000 Zimmern und 3.000 Betten gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Anteil der Hotelbetten am Gesamtangebot lag bei 15,6 Prozent. Hotels erreichten in den ersten acht Monaten 19,6 Millionen Übernachtungen, gefolgt von Campingplätzen mit 17,7 Millionen.

Auslastung und Trends

Trotz des leichten Kapazitätsausbaus blieb die Auslastung der Hotels nahezu unverändert. Im Juli 2025 waren durchschnittlich 78,4 Prozent der Hotelzimmer belegt (Vorjahr: 78,6 Prozent), während die Bettenauslastung sogar leicht auf 92,6 Prozent stieg (Vorjahr: 91,8 Prozent). Für andere Unterkunftsarten liegen keine vergleichbaren Auslastungsdaten vor.

Die meisten Übernachtungen entfielen erwartungsgemäß auf Ferienanlagen und Kurzzeitunterkünfte. Mit 14,1 Millionen Nächtigungen vereinten sie 56,5 Prozent aller Übernachtungen auf sich, mussten jedoch einen Rückgang von 1,8 Prozent hinnehmen. Auch Campingplätze verzeichneten mit 5,9 Millionen Übernachtungen ein Minus von 1,2 Prozent.

Lediglich der Hotelsektor konnte zulegen: Mit 4,9 Millionen Nächtigungen verbuchten Hotels ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber Juli 2024.

Zum Vergleich: Bereits im Juli 2024 war die Zahl der Touristen im Jahresvergleich um zwei Prozent gesunken, während die Übernachtungen damals noch um 0,5 Prozent zulegten.

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KO KOSMO-Redaktion
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