Spät nachts, allein auf dem Parkplatz – für Zorana Pavic wurde ein gewöhnlicher Abend zum Schreckenserlebnis.
Sängerin Zorana Pavic hat eine Begegnung öffentlich gemacht, die sie nach eigenen Angaben tief erschüttert hat. Auf dem Parkplatz neben ihrem Wohngebäude wurde sie eines Abends nach einer Vorstellung von einem ihr unbekannten Mann angesprochen – einem jungen Mann, den sie sowohl aufgrund seines Erscheinungsbildes als auch seines Verhaltens als Drogenabhängigen einschätzte.
„Ich saß noch im Auto und hatte das Fenster offen, weil ich noch schnell ein paar Nachrichten beantworten wollte“, schilderte die Sängerin gegenüber dem serbischen Portal Blic. Der Mann habe sie gebeten, ihn 500 Meter mitzunehmen. Sie habe abgelehnt – bewusst höflich und mit förmlicher Anrede, um Distanz zu signalisieren: Er sei die Strecke zu Fuß schneller.
Angriff auf dem Parkplatz
Doch statt die Situation zu akzeptieren, begann der Mann auf ihr Auto einzuschlagen. Pavic schloss sofort das Fenster. Was die Lage schließlich entschärfte, waren die Nachbarn: Ringsherum gingen die Lichter an, es wurde laut – und der Mann flüchtete.
Dass rund um ihr Gebäude Überwachungskameras installiert sind, empfindet sie zwar als gewissen Schutz – doch zugleich als unzureichende Antwort auf das eigentliche Problem. „Die schauen sich das morgen an und wissen, wer es war. Aber in der Zwischenzeit hat dir vielleicht jemand den Schädel eingeschlagen“, sagte Pavic mit unverhohlener Bitterkeit.
Weibliche Verletzlichkeit
Besonders beschäftigt sie die Frage nach der Verletzlichkeit von Frauen in solchen Momenten. Nicht die offene Konfrontation sei das Beängstigende, erklärte sie – darauf könne man reagieren, sich wehren. Viel bedrohlicher sei das Hinterhältige, das Unberechenbare.
Sie betonte, sich selbst nicht als ängstlichen Menschen zu sehen – doch eine Frau, die nachts allein nach Hause kommt, mit Mikrofon, Koffer und allem Drum und Dran, sei eben kein naives Bild, sondern Alltag.