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Auswandererschicksal

„Am Ende des Monats bleibt null“ – Ein Fahrer aus BiH über den Alltag in Österreich

„Am Ende des Monats bleibt null“ – Ein Fahrer aus BiH über den Alltag in Österreich
(FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Ein bosnischer Busfahrer in Österreich kämpft mit der harten Realität des Auswandererlebens. Trotz der Hoffnung auf bessere Verdienstmöglichkeiten und mehr Lebensqualität sieht sich der Mann mit finanziellen Engpässen konfrontiert, die seinen Traum vom besseren Leben in Frage stellen.

Viele Bürger aus Bosnien und Herzegowina sehen ihre Zukunft nach wie vor im Ausland. Die Aussicht auf höhere Gehälter, stabile Verhältnisse und bessere Lebensbedingungen lockt viele über die Grenze. Doch die Erfahrung eines bosnischen Staatsbürgers, der als Busfahrer nach Österreich kam, zeigt auch die Schattenseiten dieser Entscheidung: hohe Lebenshaltungskosten, Arbeitsdruck, Sprachbarrieren und letztlich die ernüchternde Erkenntnis, dass sich der Aufwand nicht wie erhofft auszahlt.

In einem Internetforum schilderte der Mann seine Situation. Nach einem Aufenthalt in Deutschland folgte er der Einladung eines Familienmitglieds nach Österreich. Obwohl er regelmäßig arbeitet, reicht das Geld kaum für die grundlegenden Ausgaben. „Hat das überhaupt einen Sinn oder drehe ich mich nur im Kreis?“, fragt er verzweifelt in seinem Beitrag.

Finanzielle Engpässe

Vor etwa vier Monaten verließ er Deutschland in Richtung Österreich und fand eine Wohnung. Doch nach Abzug von Miete und Lebenshaltungskosten bleibt vom Gehalt praktisch nichts übrig. Mit seiner Teilzeitanstellung von 20 Wochenstunden verdient er monatlich rund 1.400 Euro. Der Job in der Stadt machte ein Auto überflüssig, was zunächst vorteilhaft erschien.

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Auch das Versprechen des Arbeitgebers, die Stunden nach einigen Monaten auf eine Vollzeitstelle aufzustocken, klang vielversprechend – doch bislang blieb es bei der Teilzeitbeschäftigung. Nach Erfüllung aller finanziellen Verpflichtungen kann der Busfahrer weder sparen noch ein Gefühl finanzieller Sicherheit entwickeln. Gelegentliche Vertretungsdienste für kranke oder abwesende Kollegen bringen zwar zusätzliches Einkommen, sind aber weder planbar noch regelmäßig.

Eine Erhöhung der Arbeitsstunden und damit des Gehalts steht in den Sternen. Erschwerend kommt hinzu, dass er in einer kleineren österreichischen Stadt lebt, wo es besonders im Winter kaum alternative Beschäftigungsmöglichkeiten gibt. Ein weiteres Hindernis stellen seine mangelnden Deutschkenntnisse dar. Sie reichen nicht für eine sichere und umfassende Kommunikation aus, was die Jobsuche erheblich erschwert.

Ratschläge gesucht

Zudem fehlt ihm derzeit das Geld für einen erneuten Umzug – sein Konto ist bereits im Minus. In seinem Forumsbeitrag schlüsselte der Mann auch seine monatlichen Ausgaben auf: 600 Euro für die Miete, 60 Euro für Internet, etwa 350 Euro für Lebensmittel und 200 Euro für Schuldenrückzahlung. Am Ende des Monats bleiben ihm rund 200 Euro, mit denen er nach eigenen Angaben „nichts Bedeutendes anfangen“ kann.

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Seine Geschichte löste zahlreiche Reaktionen im Forum aus. Viele Nutzer rieten ihm, intensiver Deutsch zu lernen und sich nach einer anderen oder zusätzlichen Arbeit umzusehen. „Jede größere Stadt sucht verzweifelt nach Busfahrern, schau dich auf jeden Fall weiter um“, lautete ein Kommentar. Andere empfahlen ihm, einen Vollzeitjob anzustreben oder nebenbei in der Gastronomie zu arbeiten.

Einige kamen zu dem Schluss, dass ein Jobwechsel unumgänglich sei, wenn er seine Lage verbessern wolle.

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KO KOSMO-Redaktion
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