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Rüstungskooperation

Kriegsschiff als Wirtschaftsmotor: US-Konzerne wollen kroatische Werften retten

Kriegsschiff als Wirtschaftsmotor: US-Konzerne wollen kroatische Werften retten
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3 Min. Lesezeit |

Aus militärischer Kooperation könnte ein industrieller Neustart werden: Kroatische Werften und US-Rüstungskonzerne planen ein Marineschiff mit Zukunftspotenzial.

Gemeinsames Projekt

In der Kroatischen Wirtschaftskammer (HGK) haben sich führende amerikanische Industrieunternehmen mit kroatischen Schiffbauern und deren Zulieferern getroffen, um über eine mögliche Zusammenarbeit beim Bau einer Mehrzweckkorvette für die Kroatische Kriegsmarine zu beraten. Laut HGK zielt die Initiative darauf ab, die industrielle, technologische und wirtschaftliche Kooperation zwischen Kroatien und den USA im Verteidigungs- und Schiffbausektor zu intensivieren.

„Wir betrachten das Projekt der Mehrzweckkorvette nicht nur als militärische Anschaffung, sondern als echte Chance für einen industriellen Entwicklungsschub„, erklärte Tajana Kesic Sapic, Leiterin der Industrieabteilung der HGK. Das Vorhaben soll kroatische Werften und Zulieferer in internationale Wertschöpfungsketten einbinden, Technologietransfer ermöglichen und hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Kroatien bringe dafür ideale Voraussetzungen mit: eine traditionsreiche Schiffbaugeschichte, exzellent ausgebildete Ingenieure sowie einen leistungsstarken IT- und High-Tech-Sektor – eine solide Basis für die Beteiligung an einem komplexen Projekt wie dem Korvettenbau.

Beteiligte Unternehmen

Bei den Gesprächen präsentierten sich die US-Unternehmen Leidos Gibbs & Cox, Lockheed Martin und GE Aerospace den Vertretern der kroatischen Werften Uljanik, Brodotrogir, 3. Maj und Iskra Shipyard sowie deren Zulieferern. Besonders Leidos kann durch seine Tochtergesellschaft Gibbs & Cox Design auf mehr als ein Jahrhundert Erfahrung zurückblicken – das Unternehmen war an der Konstruktion von über 7.000 Schiffen beteiligt und arbeitet mit mehr als 16 Marinen weltweit zusammen.

„Dieses Programm geht weit über den reinen Schiffbau hinaus – es geht um den Aufbau nachhaltiger kroatischer Kapazitäten“, betonte Bill Cowardin, Global Vice President für Schiffsdesign bei Leidos. Er unterstrich, dass die Fertigung von Mehrzweck-Überwasserschiffen in kroatischen Werften mit einheimischen Arbeitskräften und Zulieferern den nationalen Schiffbau wiederbeleben und qualifizierte Arbeitsplätze für künftige Generationen schaffen könnte.

Strategische Partnerschaft

Major Phil Wong, Offizier für bilaterale Angelegenheiten in der US-Botschaft in Zagreb, verwies auf die langjährige und stabile Zusammenarbeit der NATO-Partner USA und Kroatien. Der amerikanische Designvorschlag für die Mehrzweckkorvette stelle einen weiteren Schritt zur Vertiefung dieser Partnerschaft und zur Stärkung gemeinsamer Sicherheits- und Industrieinteressen dar.

„Unsere Streitkräfte haben Seite an Seite in herausfordernden Umgebungen gestanden, gemeinsam trainiert und die für die kollektive Verteidigung entscheidende Interoperabilität aufgebaut“, erklärte Wong.

Die Partnerschaft reiche dabei über rein militärische Aspekte hinaus – Wong verwies auf die langjährige Zusammenarbeit der US-Marine mit kroatischen Werften, die bei Wartungs- und Reparaturarbeiten bereits auf das Know-how einheimischer Fachkräfte setzen.

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KO KOSMO-Redaktion
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