Eine stille Absprache zwischen zwei Menschen – und plötzlich rückt die Polizei aus. Was sie in der Villa fand, lässt wenig Spielraum für Interpretation.
In einer Villa nahe der spanischen Küstenstadt Estepona hat die Polizei sieben serbische Staatsbürger festgenommen. In dem Anwesen stießen die Ermittler auf einen Raum, der vollständig mit Plastikfolie ausgelegt war – darin lagen ein Hammer und eine Pistole, Gegenstände, die eindeutig auf Folterhandlungen hindeuten. Darüber hinaus wurden zwei Kalaschnikow-Gewehre, eine weitere Schusswaffe sowie drei Magazinladungen sichergestellt. Das gesamte Waffenmaterial wurde zur ballistischen Auswertung weitergeleitet.
Rettende Anweisung
Ins Rollen gebracht hatte den Einsatz ein Opfer, das vor dem Betreten der Villa seiner Partnerin eine klare Anweisung hinterließ: Sollte er sich nicht innerhalb von zehn Minuten melden, solle sie umgehend die Polizei verständigen. Die Frau rief nach zwanzig Minuten die Polizei – und rettete damit möglicherweise zwei Menschenleben. Die eintreffenden Beamten befreiten Miguel Angel aus Cádiz sowie Hamza aus Ceuta aus der Villa. Beim Einsatz versuchten mehrere maskierte Männer zu fliehen, es kam zu einer Auseinandersetzung, bei der drei Polizisten verletzt wurden.
🇪🇸 En Estepona, una mujer llamó a la Policía cuando su pareja no regresó de una reunión.
Los agentes terminaron rescatando a dos hombres heridos y descubriendo una habitación preparada para tortura.
Hay varios detenidos vinculados presuntamente a una red criminal serbia.
El…
— Quantum Pulse Media (@quantumpulsehq) September 24, 2026
Kriminelle Verbindungen?
Bei den Festgenommenen handelt es sich um Filip J., Zoran N., Ivan M., Sekulic M., Leon J., Aleksa K. und Marko N. – alle zwischen 24 und 35 Jahre alt. Spanischen Medienberichten zufolge sorgten die Männer bereits in der Untersuchungshaft für Unruhe: Sie sollen damit gedroht haben, Probleme zu verursachen, falls man sie voneinander trennen würde. Auch die beiden befreiten Männer sind den Behörden nicht unbekannt – die Ermittler prüfen derzeit, ob zwischen ihnen und der serbischen Gruppe kriminelle Verbindungen bestehen und ob sie als Kronzeugen in Frage kommen.