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TRAGÖDIE

Amoklauf in Montenegro: Neue Infos zum Schützen

Amoklauf in Montenegro: Neue Infos zum Schützen
FOTO: EPA-EFE/STRINGER
2 Min. Lesezeit |

In Montenegro herrscht tiefe Betroffenheit, nachdem ein 45-jähriger Mann in Cetinje zwölf Menschen getötet hat, darunter zwei Kinder. Wie später bekannt wurde, war der Täter stark alkoholisiert zum Zeitpunkt der Tat.

Hintergrund der Tat

Laut Polizeichef Lazar Scepanovic hatte der Angreifer den gesamten Tag über erhebliche Mengen Alkohol konsumiert. Der Auslöser der Gewalt war ein Streit mit einem anderen Gast in einem Restaurant. Infolge dessen holte der Täter eine Waffe aus seinem Zuhause und erschoss vier Menschen. Anschließend setzte er seine Angriffe an vier weiteren Orten fort.

Besonders tragisch: Zwei der Opfer waren Kinder des Restaurantbesitzers, im Alter von acht und 13 Jahren. Auch der Besitzer sowie ein Familienmitglied des Angreifers verloren ihr Leben. Vier weitere Personen erlitten schwere Verletzungen und schwebten zum Teil bis Donnerstag in Lebensgefahr.

Reaktionen und Maßnahmen

Innenminister Danilo Saranovic sprach von den „Folgen gestörter zwischenmenschlicher Beziehungen“, während anfangs von einem eskalierten Streit die Rede war. Der Täter konnte zunächst fliehen, wurde aber nach langen Fahndungsmaßnahmen von der Polizei umstellt. Als sie ihn aufforderten die Waffe niederzulegen, nahm er sich das Leben. Polizeichef Scepanovic: „Es gab einen Versuch, ihn in ein Klinik-Zentrum zu bringen, aber in der Zwischenzeit war er schon seinen Verletzungen erlegen.“

Die Regierung verschweigt den Namen des Täters, hat jedoch eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen, die am Donnerstag begann. Der Premierminister Montenegros, Spajic, kündigte eine Verschärfung der Waffengesetze an und betonte die Notwendigkeit, die Kriterien für den Besitz von Feuerwaffen zu überdenken. „Dies ist eine Tragödie, nach der wir uns fragen müssen, wer die Erlaubnis erhalten sollte, in Montenegro Feuerwaffen zu besitzen“, kommentierte er.

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Es wurde bekannt, dass der Täter seine Waffen illegal besaß. Montenegro hat eine Bevölkerung von 620.000 Menschen, aber es sind nahezu 245.000 Schusswaffen im Umlauf. Trotzdem sind derartige Gewaltexzesse in dem Land bislang selten.

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KO KOSMO-Redaktion
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