Start NEWS PANORAMA AMS und Migrantenbetreuung: Bericht zeigt Probleme mit Ausländern auf
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AMS und Migrantenbetreuung: Bericht zeigt Probleme mit Ausländern auf

(Foto: YouTube/Srceenshot/AMS Fan)

Ein interner Bericht des AMS weist gravierende Probleme bei der Betreuung von Arbeitslosen mit nicht-deutscher Muttersprache auf.

Insbesondere sollen Tschetschenen und Afghanen schwer in den Arbeitsmarkt integrierbar sein. Ein interner Bericht des Arbeitsmarktservices nennt mangelnde Sprachkenntnisse, religiöse und kulturelle Gründe. Ein 50-seitiger Bericht aus dem Jahr 2017 war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.

Hier wurden Untersuchungen in Geschäftsstellen in Oberösterreich, Salzburg, Vorarlberg und Wien erhoben, wie „salzburg24“ berichtet. Ziel der Analyse war zu prüfen ob Migranten beim AMS schlechter betreut werden als Inländer. Unter anderem auch ob sie bei der Jobsuche von Unternehmen diskriminiert werden. Hinweise für diese Thesen wurden keine gefunden.

Bei der Befragung gaben die AMS-Führungskräfte an, dass es bei bestimmten Nationalitäten Auffälligkeiten gäbe. Bei Tschetschenen sei die Gewaltbereitschaft relativ hoch. Es ging soweit, dass einige Mitarbeiter Angst hätten ihnen Vorschläge für Jobs oder Kurse zu geben. Manche wurden gar bedroht.

Kein Servicegedanke

In der Gastronomie sind Tschetschenen, Syrer und Afghanen schwer zu vermitteln, da sie den „Servicegedanken“ ablehnen. Bei muslimischen Vätern und Ehemännern warnen die Führungskräfte davor, dass sie die Jobsuche oder Ausbildung der weiblichen Familienmitglieder verhindern würden.

Der AMS-Revisionsbericht wurde von der Presse veröffentlicht und wirbelte viel Staub auf. Nun meldete sich AMS-Chef Johannes Kopf in einem Facebook-Posting dazu. Er habe „die angesprochene Revision ausdrücklich angeordnet, um auf diesem schwierigen Gebiet zu optimalen Lösungen zu kommen.“ Des Weiteren enthalte der Bericht keinerlei Angaben über die Häufigkeit der beschrieben Wahrnehmungen, was in der Berichterstattung darüber verschwiegen werde, kritisierte AMS-Chef Kopf auf „Facebook“. Der Revisionsbericht werde somit „unvollständig und zu Fehlinterpretationen verleitend“ dargestellt.