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KONSUMENTENSCHUTZ

Aus diesem Grund solltet ihr den Jö-Bonusclub kündigen

(FOTO: KOSMO)

Im Mai wurden die bisher einzelnen Kundenkarten für Shopketten des Rewe-Konzerns zusammengefasst. Nun hangelt es heftige Kritik vonseiten des Konsumentenschutzes.

Der Jö-Bonusclub schien als gute Lösung für das Kartenchaos, da man bis dato für Billa, Bipa und Merkur jeweils eine Klubkarte besitzen musste. Seit der Einführung des neuen Kundenbindungsprogrammes häufen sich jedoch Beschwerden durch Kunden und auch der der Verein für Konsumentenschutz äußerte Bedenken.

Zu viele Daten gesammelt
Die meisten Beschwerden richteten sich vor allem gegen die Kündigung des Jö-Bonusclubes. Dabei soll es mehrfach zu Schwierigkeiten gekommen sein, da unter anderem die persönlichen Daten nicht automatisch gelöscht worden sein sollen.

Ebenso würden Benützer der Jö-App einen Bonus bekommen, der Nicht-Smartphone-Besitzern verwehrt bleiben würde. Auch wie und wann Rabatte eingelöst werden können sei nicht durchsichtig genug.

„Wer Wert auf seine Privatsphäre legt, sollte dem Club nicht beitreten oder ihn kündigen. Andere Unternehmen zeigen, dass es auch ohne Kundenkarte, Datensammeln und mühsame Rabattkonstrukte geht”, heißt es auf konsument.at.

Jö kann Kritik nicht nachvollziehen
Auf Anfrage des „Standards“ erklärte der Jö-Bonusclub, dass man die Kritik des Konsumentenschutz nicht nachvollziehen könne. Umfragen hätten gezeigt, dass 70 Prozent der Mitglieder zufrieden mit dem Bonusclub seien und auch von fast drei Drittel regelmäßig genützt werde.

“Bei einer Kündigung werden selbstverständlich die Kundendaten gemäß DSGVO gelöscht. Nochmals verweisen wir darauf, dass jedes Jö-Mitglied selbst entscheiden kann, ob und wann die Jö-Karte verwendet wird. Zusätzlich hat jedes Jö-Mitglied zu jeder Zeit selbst die Möglichkeit, dem Profiling zuzustimmen oder nicht”, erklärt ein Sprecher des Bonusclubs.

Mehr Informationen zu diesem Thema findet ihr auf konsument.at

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