Der Countdown läuft für Amazons Streamingdienst Freevee. Nach nur kurzer Präsenz in Österreich verschwindet die Plattform – doch für die Inhalte gibt es eine neue Heimat.
Der werbefinanzierte Streamingdienst „Freevee“ wird bald Geschichte sein. Was 2019 in den USA unter dem Namen „IMDb Freedive“ startete, etablierte sich mit Erfolgsserien wie „Bosch: Legacy“, „Alex Rider“, „Jury Duty“, „Judy Justice“ und „Leverage 2.0“ auf dem Streamingmarkt. Österreichische Nutzer haben erst seit März 2023 Zugriff auf die Plattform, die sich durch kostenlose Inhalte mit Werbeeinblendungen auszeichnete.
Konkreter Zeitplan
Nachdem Amazon bereits Ende 2024 das Aus für „Freevee“ in Aussicht gestellt hatte, konkretisierte der Konzern nun seine Pläne. Über ein Informationsfenster in der App teilte das Unternehmen mit, dass der Dienst nur noch bis Ende August verfügbar sein wird.
Die gute Nachricht für Nutzer: Das kostenlose Angebot verschwindet nicht vollständig. Stattdessen werden die „Freevee“-Inhalte in die Prime Video-Plattform integriert.
Für den Zugriff darauf benötigen Interessierte lediglich ein Amazon-Konto – ein kostenpflichtiges Abonnement ist nicht erforderlich.
Vereinfachte Nutzererfahrung als Strategie
Amazon hat bestätigt, dass die Freevee-App in Österreich und anderen Märkten nur noch bis August 2025 verfügbar sein wird. Diese Integration erfolgt vor dem Hintergrund veränderter Marktbedingungen und Nutzergewohnheiten. Mit der Bündelung aller Inhalte unter dem Prime Video-Dach verfolgt der Konzern das Ziel, das Streaming-Erlebnis zu vereinfachen und die Reichweite über eine zentrale Plattform zu erhöhen.
Interessanterweise zeigen aktuelle Branchenanalysen, dass werbefinanzierte Gratisangebote wie Pluto TV oder Roku Channel durchaus wachsende Beliebtheit genießen. Amazon setzt dennoch auf die Konsolidierung seiner Dienste, wobei die Freevee-Inhalte auch nach der Integration weiterhin kostenlos mit Werbeeinblendungen zugänglich bleiben – auch für Nutzer ohne kostenpflichtiges Prime-Abo.