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Erfolgsbilanz

Aussies und Amis stürmen dieses österreichische Bundesland – Nächtigungen explodieren

Aussies und Amis stürmen dieses österreichische Bundesland – Nächtigungen explodieren
Symbolfoto. FOTO: iStock/kieferpix
4 Min. Lesezeit |

Fernmärkte bescheren Innsbruck einen Tourismusboom: Während die Nächtigungen um sechs Prozent stiegen, verzeichneten Gäste aus Australien sogar ein Plus von 46 Prozent.

Die Verantwortlichen von Innsbruck Tourismus blicken mit Zufriedenheit auf die vergangene Wintersaison zurück. Besonders bei Gästen aus weit entfernten Herkunftsländern verzeichnete man deutliche Zuwächse. In Innsbruck selbst stiegen die Nächtigungen im Winter 2024/2025 (November bis April) um sechs Prozent, während die Ankünfte um vier Prozent zulegten, wie Peter Paul Mölk, Obmann von Innsbruck Tourismus, im Gespräch mit der APA erläuterte.

Auch bei der Verweildauer der Gäste zeigt sich ein erfreulicher Trend: Während in der Region Kühtai-Sellrain mit durchschnittlich 4,6 Nächten die längsten Aufenthalte im Verbandsgebiet registriert wurden, konnte auch die Landeshauptstadt ihre Kennzahl auf 1,8 Nächte steigern – ein Plus von zwei Prozent. „Im Städtevergleich liegen wir damit vorne“, unterstrich Mölk und verwies auf die besondere Herausforderung, im urbanen Raum mit hohem Anteil an Geschäftsreisenden längere Aufenthalte zu generieren.

In der gesamten Region, die neben der Tiroler Landeshauptstadt auch mehr als 40 umliegende Ortschaften umfasst, wurden rund 1,7 Millionen Nächtigungen verbucht – eine Steigerung von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ankünfte wuchsen um fünf Prozent auf knapp 710.000. Die traditionellen Hauptquellmärkte erwiesen sich erneut als verlässliche Säulen: Bei Gästen aus Deutschland (plus fünf Prozent), der Schweiz (plus zwei Prozent) und Österreich (plus fünf Prozent) wurden Zuwächse bei den Übernachtungen registriert.

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Fernmärkte boomen

Bemerkenswert sind vor allem die enormen Steigerungsraten in bestimmten Fernmärkten: Aus den USA kamen 19 Prozent mehr Gäste, aus China 17 Prozent, aus Polen 29 Prozent und aus Australien sogar 46 Prozent, was einer Verdoppelung gleichkommt. „Wenn wir das so genau wüssten“, antwortete Mölk lachend auf die Frage nach den Ursachen. Bei US-amerikanischen Gästen spiele vermutlich der günstige Wechselkurs eine Rolle, der einen Winterurlaub in Tirol im Vergleich zu einem Inlandsurlaub in den USA attraktiver mache.

Zudem trage wohl die gestiegene Reiselust nach der Corona-Pandemie zu dieser Entwicklung bei. Konkrete Zahlen zur Wertschöpfung oder zum Gesamtumsatz für den Winter 2024/2025 liegen mangels entsprechender Studien nicht vor. Der Obmann geht jedoch davon aus, dass diese zumindest „nicht rückläufig“ seien.

Bemerkenswert ist dabei, dass Innsbruck mit seinem Nächtigungsplus von sechs Prozent im vergangenen Winter deutlich über dem Tiroler Landesdurchschnitt (0,5 Prozent) und dem österreichweiten Zuwachs (1,3 Prozent) liegt. Diese positive Entwicklung spiegelt sich allerdings nicht im gleichen Maße in der wirtschaftlichen Bilanz wider. Trotz gestiegener Besucherzahlen sank der reale Wertschöpfungsbeitrag des Beherbergungs- und Gastronomiesektors österreichweit preisbereinigt um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Flughafen-Anbindung

Für die internationale Ausrichtung des Tourismus betonte Mölk die zentrale Bedeutung des Innsbrucker Flughafens. Mit Freude nahm er zur Kenntnis, dass die Direktverbindung zwischen Madrid und Innsbruck auch für den Winter 2025/2026 gesichert ist. Diese verbessere insbesondere die Anbindung an den „Zukunftsmarkt Lateinamerika“.

Besorgt zeigte sich der Touristiker hingegen über das erneute Fehlen einer Lufthansa-Verbindung zum Frankfurter Flughafen im aktuellen Sommerflugplan. Dies sei „keine zufriedenstellende Lösung“ und stelle ein „Verbesserungspotenzial“ dar. Man arbeite gemeinsam mit der Tirol Werbung und dem Flughafen Innsbruck intensiv an diesem Thema und führe laufende Gespräche.

Für die Sommersaison zeigt sich Mölk dennoch optimistisch: Die Nachfrage in der Region sei gut, und laut Preis- und Buchungsmonitoring liege die prognostizierte Auslastung der Bettenkapazitäten bis August bei etwa 70 Prozent – leicht über dem Vorjahresniveau.

Auf die Frage nach seinen Erwartungen an die neue Bundesregierung im Tourismusbereich forderte Mölk vor allem einen „Bürokratieabbau“, insbesondere bei Gewerbeverfahren: „Das ist ein Flehen nach Entrümpeln.“ Zudem plädierte er für ein Ende des „Schwarz-Weiß-Denkens“ beim Naturschutz und sprach sich stattdessen für eine ganzheitliche Betrachtungsweise aus.

Die Politik solle sich außerdem nicht mit „unsinnigen Sachen wie der Trinkgeldbesteuerung beschäftigen.“ Positiv bewertete der Obmann von Innsbruck Tourismus hingegen die Wiedereinführung einer eigenen Tourismusstaatssekretärin sowie die „Bewegung“ bei der Ausweitung der Saisonnierskontingente.

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KO KOSMO-Redaktion
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