Ein australisches Bergbauunternehmen setzt auf bosnisches Erz – und hat dafür nun das Kapital, den Plan und die Zustimmung seiner Aktionäre.
Das australische Mineralexplorationsunternehmen Regener8 Resources NL hat grünes Licht von seinen Aktionären erhalten: Die Übernahme von Orichalcum d.o.o., dem Eigentümer des Projekts Srebrenica North in Bosnien und Herzegowina, ist damit auf Unternehmensebene abgesegnet. Geschäftsführer Stephen Foley wertet das Votum als klares Signal für die strategische Ausrichtung des Unternehmens. „Das Mandat zur Fortsetzung der Akquisition spiegelt den strategischen Wert wider, den wir in der Positionierung innerhalb einer der aktivsten polymetallischen Regionen Europas sehen“, so Foley.
Strategisches Potenzial
Parallel zum laufenden Übernahmeprozess bereitet das Unternehmen bereits das erste Explorationsprogramm im Raum Srebrenica vor. Das Projekt zielt auf polymetallische Lagerstätten ab, die Silber, Kupfer, Antimon, Zink und Blei umfassen. Geografisch liegt das Explorationsgebiet im Tethyan-Metallgürtel – einer der bedeutendsten Bergbauregionen des Kontinents, in der Regener8 erhebliches wirtschaftliches Potenzial ortet.
Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Antimon, dessen strategische Relevanz in den vergangenen Jahren merklich gestiegen ist. Das Metall findet Verwendung in Batterietechnologien, der Rüstungsindustrie, bei Flammschutzmitteln sowie in der Hochtechnologieproduktion und gilt in mehreren Ländern mittlerweile als kritischer Rohstoff. Polymetallische Vorhaben bieten eine breitere Diversifizierung und reduzieren die Abhängigkeit von den Preisschwankungen eines einzelnen Rohstoffs auf dem Weltmarkt.
Finanzielle Basis
Die finanzielle Grundlage für die nächsten Schritte ist bereits gesichert. Im März hatte Regener8 durch die Ausgabe neuer Aktien rund 800.000 australische Dollar frisches Kapital aufgenommen. Die Mittel sind für den Abschluss der Übernahme, künftige Explorationsaktivitäten im Raum Srebrenica sowie die Weiterentwicklung des bestehenden Unternehmensportfolios vorgesehen.
Laut Angaben von BiznisInfo.ba soll in den kommenden Wochen mit der Umsetzung des verbindlichen Kaufvertrags begonnen und der Akquisitionsprozess damit zum Abschluss gebracht werden.