Der japanische Autobauer Nissan verschärft seinen Sparkurs drastisch. Aufgrund sinkender Absatzzahlen in den Schlüsselmärkten China und USA werden weltweit mehr als 10.000 Arbeitsplätze gestrichen.
Zusammen mit den bereits im November angekündigten Kürzungen von rund 9.000 Stellen steigt die Gesamtzahl der wegfallenden Arbeitsplätze auf etwa 20.000, was ungefähr 15 Prozent der gesamten Belegschaft entspricht. Laut Reuters plant Japans drittgrößter Automobilhersteller zudem, seine globale Produktionskapazität um ein Fünftel zu reduzieren.
Die Einsparungsmaßnahmen gehen noch weiter: Ein ursprünglich geplantes Batteriewerk auf der japanischen Insel Kyushu wird nicht realisiert, obwohl Nissan mit staatlicher Förderung für dieses Projekt gerechnet hatte. Zudem schließt der Konzern seine Produktionsstätte in Thailand. Zwei weitere Werke sollen ebenfalls stillgelegt werden, wobei deren Standorte bislang nicht öffentlich gemacht wurden.
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Wie Nissan heute bestätigte, plant der Konzern, seine weltweite Produktionsstruktur drastisch zu verkleinern und die Zahl seiner Werke von derzeit 17 auf nur noch 10 zu reduzieren. Diese Maßnahmen sollen bis 2027 vollständig umgesetzt werden.
Neue Führung
Seit April steht an der Konzernspitze ein neuer Mann: Ivan Espinosa setzt den rigorosen Sparkurs seines Vorgängers fort und will Nissan wieder wettbewerbsfähig machen. Seine Strategie zielt darauf ab, im intensiven Wettbewerb mit Konkurrenten aus China, den USA und Europa zu bestehen und gleichzeitig die Transformation zur Elektromobilität voranzutreiben.
Finanzielle Lage
Die Ankündigung der Sparmaßnahmen erfolgt kurz vor der Veröffentlichung des Jahresabschlusses für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr. Bereits im April hatte der Automobilkonzern vor einem möglichen Rekordverlust von bis zu 750 Milliarden Yen gewarnt, was umgerechnet etwa 4,5 Milliarden Euro entspricht.
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Inzwischen hat das Unternehmen das endgültige Ergebnis bekanntgegeben und einen Rekordverlust von 4,14 Milliarden Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr bestätigt. Besonders problematisch für Nissan sind die von der US-Regierung verhängten Einfuhrzölle, die zu einem drastischen Nachfrageeinbruch beim SUV-Modell „Rogue“ geführt haben – einem Fahrzeug, das für rund ein Viertel des Gesamtabsatzes von Nissan in den USA verantwortlich ist.