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TOP-SCHMUGGLER

Balkan-Gangs dick im Drogengeschäft

Die Küsten Spaniens seien auch wichtige Schauplätze für Gruppen des organisierten Verbrechens auf dem westlichen Balkan. Vor allem der Hafen von Valencia wird im Bericht als Drehscheibe für Gruppen aus Serbien und Montenegro bezeichnet.

Valencia spielte auch eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des Montenegro-Kartells. Dort sind 2014 rund 200 Kilogramm Kokain aus der Wohnung von Goran Radoman [einem montenegrinischen Bürger] verschwunden (KOSMO berichtete).

Die albanische Mafia ist mittlerweile in den Niederlanden aktiv, wo sich ihr Geschäft von Menschenhandel und Schleusung von Migranten zum Drogenhandel entwickelt hat. Die Tschechische Republik sei auch eine bemerkenswerte Basis für organisierte Kriminalität aus dem Balkan.

Dem Bericht zufolge wurde Lateinamerika von 2008 bis 2020 zu einem Hotspot für Verbrechergruppen aus dem Balkan. Der Hauptgrund dafür war die hohe Nachfrage nach Kokain in Europa, die Unterbrechung des Handels in Bezug auf das Angebot aus Kolumbien nach einem Friedensabkommen von 2016 und das lokale „Korruptionsklima“, das den Menschenhandel erhöhte. „Einige Unternehmerkriminelle aus Albanien, Montenegro und Serbien sind in die Herkunftsländer von Kokain gegangen, um sich am Vertrieb zu beteiligen“, erklärt der Bericht. Sie operieren vor allem in Kolumbien und Ecuador, aber auch in Uruguay, Peru und Brasilien, heißt es.

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