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Balkan-Politiker appellieren an Österreich: „Wahlkampf darf nicht zu schmutzig werden“

Vučić und Izetbegović haben sich daruf geeinigt, PR-Berater nach Österreich zu schicken. (Foto: zVg.)

Bei einem Krisentreffen der Balkanländer haben Spitzenpolitiker heftige Kritik am österreichischen Wahlkampf geübt. Nun schicken die Regierungsparteien des Balkans PR-Berater nach Österreich.

Am Wochenende haben Bakir Izetbegović, Kolinda Grabar-Kitarović und Aleksandar Vučić ein Krisentreffen in Slowenien einberufen. Hauptgrund ist der Wahlkampf in Österreich, der von Skandalen und Schmutzkampagnen geprägt ist. Die drei Spitzenpolitiker des Balkans wollen Österreich während der schwersten Wahl unterstützen. Sie fürchten, sollte es in der Alpenrepublik zu einem politischen Desaster kommen, dass ehemalige Flüchtlinge in ihre alte Heimat zurückkehren werden. Sowohl Izetbegović, als auch Grabar-Kitarović und Vučić haben Verträge unterzeichnet, in denen sie PR-Berater und Lobbyisten nach Österreich entsenden werden. Sie sollen für klare Verhältnisse zwischen den Parteien sorgen. Der Wahlkampf soll dadurch eine neue Wendung nehmen.

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„Es darf nicht zu schmutzig werden. Dreckige Details dürfen einfach nicht an die Öffentlichkeit geraten“, so der bosnische Präsident Bakir Izetbegović. Alle drei Politiker zeigen Verständnis für ihre österreichischen Kollegen. Jedoch sei es politischer Selbstmord, weitere pikante Details über die Strategien der Parteien zu enthüllen. Des Weiteren raten sie von Klagen und Gerichten ab, da man die Probleme am besten abseits der medialen Aufmerksamkeit aushandeln sollte. Zu viel Geld wurde in die falschen Berater gesteckt. Dass der politische Skandal in Österreich auch Auswirkungen auf den Balkan haben könnte, darüber sind sich die Politiker einig.

„Die Menschen werden merken, dass die Politik überall gleich ist. Egal ob in Serbien oder in Österreich, Korruption und Bestechung sprechen dieselbe Sprache“, so Vučić. Man fürchte neben den derzeitigen Problemen mit denen der Balkan zu kämpfen hat, Flüchtlinge aus Österreich aufnehmen zu müssen. „Es geht um Schadensbegrenzung. Sollte es in Österreich tatsächlich zu weiteren Skandalen kommen, können wir keine Migranten aufnehmen“, sagte  Grabar-Kitarović.

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Am Mittwoch soll ein Team von zehn PR-Beratern aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien, in Wien eintreffen. Sie werden nach Deutsch-und Wertekursen mit den österreichischen Politikern zusammenarbeiten. Wie sich die genaue Arbeit gestalten wird und welcher Strategien sich die Berater bedienen werden, ist noch unbekannt. Über das Gehalt der Berater wird noch geschwiegen. „Als Gegenzug würde ihnen eine österreichische Staatsbürgerschaft reichen“, so Izetbegović. Die österreichische Regierung hat noch keine Stellungnahme zu den neuen Beratern abgegeben.

*Diese Meldung hat satirischen Charakter.*