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Energiekrise

Donau zu niedrig: Kühlpumpen in Gefahr – Atomreaktor muss abgeschaltet werden

Donau zu niedrig: Kühlpumpen in Gefahr – Atomreaktor muss abgeschaltet werden
Foto: istock
2 Min. Lesezeit |

Ein Fluss auf historischem Tiefstand zwingt Rumänien zu einer folgenschweren Entscheidung für seine Energieversorgung.

Der ungewöhnlich niedrige Wasserstand der Donau zieht nun konkrete Konsequenzen für die rumänische Energieversorgung nach sich. Mit derzeit rund 1.630 Kubikmetern pro Sekunde verzeichnet der Fluss den geringsten Durchfluss seit drei Jahrzehnten.

Als direkte Reaktion darauf wird Block 1 des Kernkraftwerks Cernavoda am Dienstag ab 11 Uhr planmäßig vom Netz genommen. Das Bukarester Energieministerium gab dies nach einer kurzfristig anberaumten Krisensitzung am Montagabend bekannt.

Bei der Abschaltung handle es sich ausschließlich um eine präventive Maßnahme zum Schutz der drei Kühlpumpen des Reaktors. Sollte auch nur eine dieser Pumpen ausfallen, wären aufwendige Instandsetzungsarbeiten die Folge, die sich im ungünstigsten Fall über mehrere Monate oder sogar ein ganzes Jahr erstrecken könnten.

Versorgungslücke droht

In Cernavoda betreibt Rumänien zwei Reaktorblöcke mit einer Kapazität von je 706 Megawatt, die zusammen etwa ein Fünftel der nationalen Stromerzeugung abdecken. Der Ausfall eines der beiden Blöcke hinterlässt entsprechend eine empfindliche Lücke in der Versorgungsbilanz.

Für die laufende Woche wird der Spitzenbedarf auf rund 7.300 Megawatt geschätzt, während die inländische Produktion voraussichtlich nur zwischen 4.000 und 4.300 Megawatt erreichen wird. Das entstehende Defizit soll durch Stromimporte ausgeglichen werden.

Das Energieministerium versichert, die Versorgungssicherheit sei gewährleistet. Begünstigend wirkt dabei die Urlaubssaison, durch die der Verbrauch aktuell etwa 700 Megawatt unter den Höchstwerten der vergangenen Wochen liegt.

Ob und wann der abgeschaltete Reaktor wieder in Betrieb gehen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie sich der Pegelstand der Donau in den kommenden Tagen entwickelt.

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KO KOSMO-Redaktion
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