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Insolvenz

Beliebtes Ottakringer Szenelokal ist pleite!

Beliebtes Ottakringer Szenelokal ist pleite!
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein weiteres beliebtes Lokal der Wiener Gastroszene muss schließen: Der Royal Bombay Palace in Ottakring hat Insolvenz angemeldet. Seit der Eröffnung im Jahr 2019 galt das Restaurant als Geheimtipp für nordindische Küche in stilvollem Ambiente – geschätzt von Stammgästen und Tourist:innen gleichermaßen. Doch nun steht das Unternehmen vor dem wirtschaftlichen Aus. Ein Beispiel für die ernste Lage, mit der viele Gastronomiebetriebe in Wien aktuell konfrontiert sind.

Hinter dem Royal Bombay Palace stand mehr als nur ein gastronomisches Konzept. Richie Randhawa, gebürtiger Wiener mit indischen Wurzeln, gründete das Lokal gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Avtar Shashia. Ihr Ziel: Ein modernes, elegantes Restaurant, das authentische nordindische Küche bietet – ohne kitschige Klischees. „Wir wollen kein Klischee bedienen, sondern ein elegantes Inderlebnis schaffen“, sagte Randhawa einst im Interview mit Der Standard.

Die Gäste waren begeistert: Das Butter Chicken mit gegrillter Hühnerkeule, hausgemachtes Naan und zahlreiche vegetarische Spezialitäten fanden großen Anklang. Auch die sorgfältig kuratierte Weinkarte mit österreichischen und internationalen Tropfen wurde gelobt. Ergänzt wurde das Angebot durch „Richi’s Streetfood“, einen Imbiss nebenan für Take-Away-Gerichte – besonders beliebt bei Jüngeren und Berufstätigen.

Gute Bewertungen, schlechte Bilanzen

Trotz positiver Resonanz blieb der wirtschaftliche Erfolg aus. Am 15. Mai 2025 eröffnete das Handelsgericht Wien ein Konkursverfahren gegen die Royal Bombay Palace Wien Restaurant GmbH. Gläubigerforderungen können bis zum 2. Juli 2025 beim KSV1870 eingebracht werden.

Branchenexpert:innen sehen die Ursachen in einer Kombination aus hohen Energie- und Personalkosten, den langfristigen Folgen der Corona-Pandemie und einem zunehmend schwierigen Marktumfeld. Laut Wirtschaftskammer Österreich hat sich die Zahl der Gastronomie-Insolvenzen im ersten Quartal 2025 fast verdoppelt – besonders betroffen sind kleine und mittlere Betriebe mit geringen Rücklagen.

Symbolischer Fall für die Branche

Das Aus des Royal Bombay Palace ist kein Einzelfall. In den vergangenen Monaten mussten auch etablierte Kaffeehäuser, Wirtshäuser und ein Luxushotel Insolvenz anmelden. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – steigende Kosten, verändertes Konsumverhalten, zurückhaltendes Ausgehen – setzen viele Betriebe massiv unter Druck.

Ob es für den Royal Bombay Palace einen Sanierungsplan geben wird oder ob das Lokal endgültig schließen muss, ist derzeit unklar. Fest steht jedoch: Für viele Gäste bedeutet das Aus des Lokals mehr als nur den Verlust eines Restaurants – es ist ein emotionaler Einschnitt und ein weiterer Beleg dafür, wie ernst die Lage in der Gastronomie ist.

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KO KOSMO-Redaktion
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