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CORONA-KRISE

Besucher fernhalten: Gemeinderat schüttet Parks mit Hühnerkot zu

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(FOTO: iStock)

Da sich hier junge Menschen, noch immer gerne in größeren Menschenmengen versammeln, geht die Regierung nun mit Hühnerkot gegen die Regelbrecher vor.

Jährlich treffen sich Tausende Junge und Studenten am 30 April, um im Stadtpark der südschwedischen Studentenstadt Lund die Walpurgisnacht zu feiern. Heuer jedoch muss das Fest aufgrund der Corona-Krise ausfallen.

Um sicherzugehen, dass auch niemand Lust in der Wiese herumzutollen, verstreut die Stadt eine Tonne Hühnermist auf das Gras. Zwar gehe es in erster Linie darum, eine Massenbildung zu verhindern, die Aktion hat aber auch weitere Vorteile.

„Wir bekommen sowohl die Möglichkeit, die Rasenflächen im Park zu düngen und zugleich wird es ziemlich stinken – dann ist das vielleicht nicht so angenehm, im Park zu sitzen und Bier zu trinken.“, erklärte der Vorsitzende des städtischen Umweltausschusses, Gustav Lundblad, der Zeitung „Sydsvenskan“.

An Walpurgis in einem Park zu sitzen, der nach Hühnermist stinkt und in dem mit Laubbläsern herumgelärmt wird, das ist keine angenehme Erfahrung“, schreibt auch der schwedische Gemeinderat Philip Sandberg auf Facebook und freut sich, dass der Rasen schön gedüngt wird.

In Schweden wird die Walpurgisnacht jährlich mit einem großen Fest gefeiert. Tagsüber veranstaltet die Stadt Lund ein Picknick und abends findet für üblich eine Feier mit bis zu 30.000 Menschen statt. Wegen der Corona-Krise muss das Spektakel dieses Jahr jedoch ausfallen und auch die Polizei wird sicherstellen, dass der notwendige Abstand eingehalten wird.