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Femizid

Betretungsverbot ignoriert – Mann ersticht zweifache Mutter und sich selbst

Betretungsverbot ignoriert – Mann ersticht zweifache Mutter und sich selbst
Symbolbild FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Betretungsverbot sollte sie schützen – doch in Innsbruck endete eine Nacht für eine 37-Jährige tödlich.

In der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck ist es zu einem tödlichen Gewaltverbrechen gekommen: Ein 31-jähriger türkischer Staatsbürger tötete seine 37-jährige Ehefrau mit einem Küchenmesser und nahm sich anschließend selbst das Leben. Zuvor war gegen ihn ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen worden. Die Ermittlungen dauern an.

Am Sonntag gegen 9 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, dass in einem Mehrparteienhaus im Stiegenhaus zwei Leichen – eine männliche und eine weibliche – aufgefunden worden seien. Entdeckt wurden sie im Zuge einer Kontrolle des Betretungs- und Annäherungsverbotes. „Aufgrund der Auffindungssituation wird davon ausgegangen, dass der Ehemann nach der Wegweisung zur Wohnadresse zurückkehrte“, schildert Rapold.

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Vorgeschichte der Tat

Die Tat ereignete sich in der Nacht auf Sonntag – laut „Krone“-Informationen in der Schützenstraße im Innsbrucker Stadtteil O-Dorf. Bereits am Samstag hatte die 37-Jährige Anzeige erstattet und gegenüber der Polizei angegeben, von ihrem Ehemann wiederholt bedroht und geschlagen worden zu sein. „Der 31-Jährige bestritt die Taten jedoch vehement“, betont Philipp Rapold, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamtes Tirol, gegenüber der „Krone“. Im Anschluss an die Anzeigeaufnahme wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot gegen den Mann verhängt.

Dem derzeitigen Ermittlungsstand zufolge dürfte der 31-Jährige die Wohnungstüre gewaltsam geöffnet und seine Frau mit einem Küchenmesser getötet haben. „Zumindest gehen wir derzeit davon aus. Die Obduktion steht noch aus, diese findet frühestens am Montag statt“, weiß Rapold. Danach dürfte der Mann Hand an sich selbst gelegt haben. „Er dürfte sich das Küchenmesser in den Oberkörper gerammt haben“, erklärt Rapold.

Langjährige Gewalt

Das Paar hinterlässt zwei Kinder im Alter von sechs und acht Jahren. Wie der Ermittler weiters ausführte, sei häusliche Gewalt in dieser Familie bereits seit Längerem bekannt gewesen. „Im vergangenen Jahr kam es immer wieder zu Körperverletzungen“, sagt Rapold, „der Täter dürfte recht eifersüchtig gewesen sein. So hat er zum Beispiel das Handy seiner Frau kontrolliert.“

In Österreich gibt es die Frauenhelpline unter der Nummer 0800 222 555 rund um die Uhr und kostenlos für Opfer von Gewalt.

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KO KOSMO-Redaktion
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