Mit einer neuen Petition wollen die Grünen Vermögen ab einer Million Euro besteuern. Eigenheime und Familienbetriebe sollen durch Freibeträge geschützt werden.
Die Grünen haben eine neue Initiative unter dem Namen „Superreiche fair besteuern“ ins Leben gerufen. Die Petition fordert die Einführung einer Erbschaftssteuer für Vermögen ab einer Million Euro. Für Eigenheime, Familienbetriebe und kleinstrukturierte Bauernhöfe sollen jedoch Freibeträge gelten. Mit diesem Vorstoß beabsichtigen die Grünen, die Gerechtigkeitsdebatte wieder stärker in den politischen Diskurs einzubringen, wie aus einer aktuellen Mitteilung der Partei hervorgeht.
Die Partei- und Klubvorsitzende Leonore Gewessler betonte, dass sich die Petition gezielt an jene Bevölkerungsgruppen richte, die von der derzeitigen Bundesregierung nicht ausreichend vertreten fühlen. „Ich verstehe alle, die sich mehr Mut in der Frage der Gerechtigkeit erwarten. Wenn ihr euch wünscht, dass Superreiche endlich einen fairen Beitrag leisten, dann seid ihr bei uns Grünen richtig“, erklärte sie.
⇢ Einsperren von Kindern“: Auszeit-WG für Intensivtäter spaltet Wien
Gestaffeltes Steuermodell
Das von den Grünen vorgeschlagene Steuermodell sieht eine gestaffelte Besteuerung vor: Erbschaften zwischen einer und fünf Millionen Euro würden mit 25 Prozent besteuert, während für Beträge zwischen fünf und zehn Millionen Euro ein Satz von 30 Prozent gelten soll. Für darüber hinausgehende Summen ist ein Steuersatz von 35 Prozent vorgesehen.
Nach Berechnungen der Partei könnte diese Maßnahme jährliche Staatseinnahmen von mindestens 1,5 Milliarden Euro generieren.