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KÄRNTEN

Blanker Horror: Stiefvater quälte Kinder von Ex-Freundin

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Symolbild (FOTO: iStock)

Ein 43-jähriger Mann aus Kärnten wurde beschuldigt, die drei Kinder seiner ehemaligen Lebensgefährtin stundenlang in einer Ecke stehen gelassen zu haben, ihnen gedroht und sie geschlagen zu haben. Vor dem Landesgericht Klagenfurt musste er sich am Dienstag wegen Quälens verantworten. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 3.800 Euro und einer bedingten Haftstrafe von vier Monaten.

Das Oberlandesgericht Graz hob seine Diversion auf, da der Mann keine ausreichende Schuldeinsicht gezeigt habe und die Schuld als schwerwiegend erachtet wurde.

In der neuen Verhandlung bekannte sich der Kärntner schuldig zum Vorwurf des Quälens, obwohl er laut Richter selbst eine schwierige Kindheit hatte. Er behauptete jedoch, er habe „nur geschimpft“. Erst nach weiterem Drängen gestand er, dass er gelegentlich einem der Kinder einen „Klaps auf den Kopf“ gegeben habe. Er führte den Stress von der Arbeit als Entschuldigung an. Einmal habe er sogar einem der Jungen gedroht, er müsse eine ganze Stange Zigaretten rauchen, bis er sich übergeben müsse. Dies sei jedoch nicht zutreffend, so der Angeklagte.

500 Euro Schmerzensgeld

Die Mutter der drei Kinder habe zwar selbst keine Gewalt angewendet, aber sie habe weggeschaut. Daher wurde die Diversion für sie nicht aufgehoben. Der 43-Jährige hat seit zwei Jahren keinen Kontakt mehr zu den Kindern, was ihm sehr zu schaffen mache, wie er beteuerte.

Für die erlittenen Schmerzen erhielten die Kinder jeweils 500 Euro Schmerzensgeld. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.