Geschwollene Knöchel, blaue Flecken – und ein entschlossener Präsident, der zurückschlägt. Trump wehrt sich vehement gegen Gerüchte um seinen Gesundheitszustand.
US-Präsident Trump weist Spekulationen über seinen Gesundheitszustand entschieden zurück. Bei einem Pressegespräch im Weißen Haus in Washington betonte er am Dienstag seine ungebrochene Aktivität der vergangenen Tage, verwies auf absolvierte Interviews sowie einen Besuch seines Golfclubs in Virginia und bezeichnete entsprechende Berichte in sozialen Medien schlichtweg als „fake“.
Die Gesundheitsdiskussion hatte Mitte Juli an Fahrt aufgenommen, als Präsidentschaftssprecherin Karoline Leavitt öffentlich bestätigte, dass Trump unter Schwellungen im Bereich der Unterschenkel sowie einer Blutergussbildung an der rechten Hand leide. Zuvor waren Aufnahmen des Präsidenten mit sichtbar geschwollenen Knöcheln und einer teilweise mit Kosmetika abgedeckten Hand in Umlauf geraten. Die Spekulationen verstärkten sich nach einem leeren Terminplan am Wochenende, was in sozialen Medien zu Hashtags wie #TrumpDied führte.
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Ärztliche Diagnose
In einer vom Weißen Haus veröffentlichten medizinischen Stellungnahme diagnostizierte Trumps Arzt Sean Barbabella eine chronisch-venöse Insuffizienz (Venenschwäche) – eine laut Mitteilung gutartige und besonders bei über 70-Jährigen verbreitete Erkrankung. Bezüglich der Verfärbung an Trumps Hand führte das ärztliche Schreiben eine leichte Weichteilreizung als Ursache an, bedingt durch häufiges Händeschütteln in Kombination mit der Einnahme von Aspirin, das Trump zur „standardmäßigen kardiovaskulären Prävention“ verwende.
Mediziner bestätigen, dass Aspirin bei älteren Menschen zu leichterer Blutergussbildung führen kann, da es die Blutgerinnung hemmt. Die Kombination aus häufigem Händeschütteln während öffentlicher Auftritte und der blutverdünnenden Wirkung des Medikaments erklärt die sichtbaren Verfärbungen.
Die Regierungszentrale bemüht sich seither, Bedenken hinsichtlich des Gesundheitszustands des Präsidenten zu zerstreuen. Man betont Trumps gelassenen Umgang mit den Beinbeschwerden, ohne jedoch Behandlungsdetails preiszugeben. Nach mehrtägiger Abwesenheit trat Trump am Wochenende auf seinem Golfplatz auf und erklärte sowohl dort als auch auf seiner Plattform Truth Social, er habe sich „noch nie besser gefühlt“.
Der 79-jährige Amtsinhaber hatte im Jänner als älteste Person in der US-Geschichte das Präsidentenamt angetreten.