Rote Unwetterwarnungen, Blitze über mehreren Bundesländern – Österreich erlebt einen turbulenten Mittwochabend.
Am Mittwochnachmittag haben die Wetterbehörden für mehrere österreichische Bundesländer die höchste Warnstufe ausgerufen.
Der Wetterdienst UBIMET hat für das Burgenland, die Steiermark und Kärnten eine rote Unwetterwarnung herausgegeben. Ab 18 Uhr galt die Wetterlage als kritisch, nachdem sich zahlreiche Gewitterzellen gebildet hatten. Erste Entladungen wurden im Kärntner Lavanttal, im weststeirischen Hügelland sowie im Grazer Becken und im südsteirischen Weinland registriert.
Aktuelle Lage
Zwischen dem Südburgenland, dem Wechselgebiet und dem Raum Wiener Neustadt bildeten sich weitere Gewitterzellen. Gegen späten Abend sollte sich die Lage schrittweise entspannen, da ein Großteil der Gewitter voraussichtlich abziehen wird. Nicht auszuschließen ist jedoch, dass einzelne Zellen bis in die Nachtstunden aktiv bleiben – vor allem im Bereich der Karawanken.
Feuerwehren im Dauereinsatz
In Kärnten standen die Feuerwehren wegen der Unwetterlage im Dauereinsatz und rückten laut Landesalarm- und Warnzentrale zu rund 65 bis 70 Einsätzen im gesamten Bundesland aus. Hauptsächlich mussten umgestürzte Bäume beseitigt, überflutete Keller ausgepumpt und Sturmschäden behoben werden.
Im Burgenland wurden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag im Zusammenhang mit den Gewittern und Starkregen laut Landesfeuerwehrzentrale 13 bis rund 80 Einsätze verzeichnet, bei denen vor allem umgestürzte Bäume von Straßen entfernt und vollgelaufene Keller ausgepumpt wurden. Verletzte wurden nicht gemeldet.
Wetterausblick
Der Donnerstag startet im Norden und Osten unter Bewölkung mit gelegentlichem Regen, während der Westen und Süden des Landes deutlich mehr Sonnenstunden verzeichnen dürfte. Am Freitag bestimmen zunächst dichtere Wolkenfelder das Bild in der Osthälfte Österreichs, die sich im Tagesverlauf auflösen und die Sonne durchlassen.
Der Samstag beginnt im Süden freundlich, ehe von Norden her Wolken mit Schauern heranziehen, die sich an den Nordalpen stauen könnten. Im südlichen Bergland ist mit Quellwolken sowie darauffolgenden Schauern und Gewittern zu rechnen.