Ein Abend im Park endet tödlich – ein Mann stirbt nach brutalem Angriff, die Täter flüchten auf E-Scootern.
Kurz nach 23 Uhr am Samstagabend durchbrachen Hilfeschreie einer Frau die Stille eines Parks nahe der Zieritzgasse in Wien-Donaustadt. Ein Anwohner, der die Schreie wahrnahm, alarmierte umgehend die Polizei. Die eintreffenden Beamten fanden im Parkgelände zwei Personen vor – einen Mann und eine Frau – die reglos und schwer verletzt auf der Wiese lagen.
Tödliche Kopfverletzungen
Der Mann überlebte den Angriff nicht. Polizeisprecher Philipp Haßlinger erklärte am Sonntag: „Da bei dem Mann zunächst weder Puls noch Atmung festgestellt werden konnten, begannen die Einsatzkräfte sofort mit Reanimationsmaßnahmen.“ Nach der Erstversorgung sei es den Kräften der Wiener Berufsrettung gelungen, ihn vorübergehend zu stabilisieren.
Das Opfer, dem laut Informationen der „Krone“ mehrere Identitäten zugeordnet werden, wies schwerste Kopfverletzungen auf und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort verschlechterte sich sein Zustand in den frühen Morgenstunden dramatisch – er starb an den Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas.
Eskalierter Raubüberfall
Den Ermittlungen zufolge waren der Mann und seine Begleiterin zunächst von zwei unbekannten Personen – einem Mann und einer Frau, die auf E-Scootern unterwegs waren – verbal angegangen worden, bevor die Situation in einen Gewaltexzess eskalierte. Das männliche Opfer, bei dem es sich Hinweisen zufolge um einen algerischen Staatsangehörigen handeln dürfte, wurde von dem männlichen Angreifer mit Faustschlägen ins Gesicht und gegen den Kopf traktiert. Auch die Begleiterin blieb nicht verschont: Sie wurde geschlagen, bedroht und zur Herausgabe von Bargeld aufgefordert. „Anschließend flüchteten die Tatverdächtigen in unbekannte Richtung“, so der Sprecher.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und setzt dabei auf mehrere Ansätze: Anrainer und Ohrenzeugen werden befragt, zudem werden Videoaufnahmen von nahegelegenen U-Bahn-Stationen ausgewertet. Nach Informationen der „Krone“ könnte es sich bei dem Vorfall um einen gezielt geplanten Raubüberfall gehandelt haben. Das spätere Todesopfer soll dem Suchtmittelmilieu zuzuordnen gewesen und dort bereits einschlägig bekannt gewesen sein.