Der Hersteller 089Pharm erweitert aktuell seinen Rückruf von Ramipril-haltigen Blutdrucktabletten, wie das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ berichtet. Das Problem: Die Tabletten könnten beim Herausdrücken aus der Verpackung unbeabsichtigt zerbrechen, insbesondere entlang der vorgesehenen Bruchkerbe.
Die grundsätzliche Wirksamkeit und Sicherheit des blutdrucksenkenden Wirkstoffs bleibt davon jedoch unberührt. Patienten können sowohl vollständige als auch gezielt an der Bruchkerbe geteilte Tabletten der betroffenen Chargen weiterhin gemäß ärztlicher Verordnung einnehmen.
Von der Verwendung bereits ungewollt zerbrochener Tabletten rät der Hersteller hingegen ab, da dies zu Ungenauigkeiten bei der Dosierung führen könnte. Die Rückrufaktion erfolgt präventiv im Rahmen der Qualitätskontrolle und adressiert ausschließlich Apotheken sowie den pharmazeutischen Großhandel. Für Patienten besteht laut Herstellerangaben kein Handlungsbedarf. Seit Dezember berichtet 089Pharm wiederholt über Schwierigkeiten mit dem Präparat, bei dem es sich um einen bedeutenden ACE-Hemmer zur Blutdrucksenkung handelt.
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Betroffene Chargen
Die ursprünglich im Dezember 2025 gestartete Rückrufaktion umfasste zunächst nur zwei Produktionschargen. Nun wurde der Umfang erheblich ausgeweitet und betrifft insgesamt 38 Chargen mit folgenden Nummern: 100425, 100625, 10125, 10425, 10625, 11024, 110425, 110625, 120425, 130425, 140425, 150425, 160425, 170425, 180425, 190425, 20425, 20625, 200425, 210425, 220425, 230425, 240425, 250425, 30425, 30625, 40425, 40625, 50425, 50625, 60425, 60625, 70425, 70625, 80425, 80625, 90425, 90625.
Produkte mit einem Haltbarkeitsdatum ab Oktober 2027 sind von der Maßnahme ausgenommen, da der Hersteller die Bruchfestigkeit der Tabletten mittlerweile angepasst hat.
Medizinische Bedeutung
ACE-Hemmer wie Ramipril gehören zu den zentralen Medikamenten in der modernen Herz-Kreislauf-Behandlung, wie das Portal „Herzmedizin.de“ erläutert. Sie werden hauptsächlich zur Therapie von Bluthochdruck und Herzinsuffizienz eingesetzt. Darüber hinaus bieten sie Schutz für die Nieren, beispielsweise bei diabetischer Nephropathie, und können die Herzbelastung nach einem Infarkt reduzieren.
Trotz ihrer Wirksamkeit können ACE-Hemmer Nebenwirkungen mit sich bringen. In seltenen Fällen können ernstere Komplikationen wie Beeinträchtigungen der Nierenfunktion auftreten, weshalb mögliche Dosierungsprobleme durch Produktionsmängel besonders problematisch sein können.