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Transformation

Ex-kika wird Europas größter Indoor-Freizeitpark – Kartbahn statt Möbelhaus

Ex-kika wird Europas größter Indoor-Freizeitpark – Kartbahn statt Möbelhaus
(istockphoto: Indoor-Freizeitpark
3 Min. Lesezeit |

Der oberösterreichische Unternehmer Norbert Lehner hat die ehemalige kika-Filiale in der Stadionstraße in Wiener Neustadt erworben. Der Geschäftsmann aus Scharten (Oberösterreich) machte sich zunächst um die Jahrtausendwende einen Namen mit seinem „Bauernleberkäse“ und betrieb in der Folge bis zu 20 Bistros in Baumärkten. Diese unternehmerischen Aktivitäten bildeten das Fundament für seinen wirtschaftlichen Erfolg. Für das nun erworbene leerstehende Gebäude schwebt Lehner die Umgestaltung zu einem Entertainment-Center vor, das europaweit zu den größten seiner Art zählen könnte.

Seit dem Zusammenbruch der kika/Leiner-Gruppe stehen die 34.000 Quadratmeter Geschäfts- und Hallenfläche ungenutzt. Im Wiener Neustädter Rathaus präsentierte Lehner bereits Konzeptideen, die bei den politischen Entscheidungsträgern auf positive Resonanz stießen. Die Vision umfasst einen Indoor-Freizeitpark, der mit 15.000 Quadratmetern das Alma-Center in Gelsenkirchen (Deutschland) übertreffen soll. Zu den geplanten Attraktionen zählen ein mehrstöckiges Indoor-Kartcenter, Escape-Rooms, Fitnessbereiche, gastronomische Angebote, eine Boulderhalle sowie weitere Freizeiteinrichtungen.

Unternehmerischer Werdegang

Der gelernte Kfz-Mechaniker Lehner, der zusätzlich Ausbildungen als Schlosser und Dreher absolvierte, gründete 2014 die Lenox-Trading GmbH. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem führenden Anbieter für gebrauchte Lagertechnik im deutschsprachigen Raum. Mittlerweile beschäftigt die Firma rund 100 Mitarbeiter und bietet ein umfassendes Leistungsspektrum von CAD-Planung über Lieferung bis zur Montage. Als die kika/Leiner-Gruppe in wirtschaftliche Schieflage geriet, verfolgte Lehner die Entwicklung aufmerksam und sicherte sich nach der Übernahme durch René Benko die komplette Ausstattung von fünf Möbelhäusern.

Im Jahr 2021 erwarb Lehners Lenox-Trading GmbH das Inventar und die Waren des früheren Leiner-Flaggschiffs auf der Wiener Mariahilfer Straße. In Kooperation mit dem Auktionshaus Aurena übernahm er zudem sämtliche kika-Schließungsfilialen einschließlich des Warensortiments. Trotz der wirtschaftlich wenig vielversprechenden Immobiliensituation entschied sich Lehner für den Standort in Wiener Neustadt.

Zukunftspläne

Zu seinen konkreten Plänen äußert sich Lehner noch zurückhaltend. „Wir prüfen gerade diverse Ideen und Konzepte. Es gibt gewisse Überlegungen, die in Richtung eines einzigartigen Freizeitangebots gehen“, erklärte er dem „Kurier“. Er führte weiter aus: „Natürlich kann man für die Flächen einfach Mieter finden, die mit Geschäften, Gastronomie, Sport oder Entertainment das Haus wieder zum Leben erwecken.“ Dennoch tendiert Lehner dazu, „größer“ zu denken und auf klare Alleinstellungsmerkmale zu setzen.

Lehner beschreibt sich selbst als „Bauernbub aus dem Hausruckviertel“ und akquiriert heute internationale Großaufträge. Seine Schlosserei in Breitenaich (Oberösterreich) produziert spezielle Montagebühnen für das neue Siemens-Werk in England, die bei der Inbetriebnahme der neuen Zuggarnituren der Piccadilly-Line der Londoner U-Bahn zum Einsatz kommen werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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