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Wolfsangriff

Blutnacht auf der Alm: Raubtier vernichtet halbe Schafherde

Blutnacht auf der Alm: Raubtier vernichtet halbe Schafherde
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

31 tote Tiere, eine halbe Herde vernichtet – ein Raubtier hat im Grenzgebiet der Steiermark und Kärnten eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Im steirisch-kärntnerischen Grenzgebiet hat ein Raubtier einen gesicherten Weidezaun überwunden und mindestens 31 Tiere getötet – damit wurde die Hälfte der gesamten Herde vernichtet. Die betroffene Herde bestand aus insgesamt 62 Schafen. Der betroffene Herdenschutzzaun war einen Meter hoch und mit vier stromführenden Litzen ausgestattet. Ob tatsächlich ein Wolf für den Angriff verantwortlich ist, steht noch nicht fest. Ein Rissbegutachter hat am Tatort DNA-Proben entnommen, deren Laborauswertung noch aussteht.

Knappe Winterreserven

Die überlebenden Tiere mussten daraufhin vorzeitig von der Alm ins Tal getrieben werden, wo sie nun auf Wintervorräte zurückgreifen, die eigentlich für die kältere Jahreszeit reserviert waren. Diese Reserven sind aufgrund der anhaltenden Dürre ohnehin bereits knapp, wie die „Kleine Zeitung“ berichtete. Neun weitere Schafe gelten seither als vermisst.

Für die betroffenen Landwirte bedeutet das auch einen ökologischen Rückschlag: Weil die Tiere die Almflächen nicht mehr wie gewohnt abweiden, drohen die Wiesen zunehmend zu verbuschen.

Ungeklärter Angriff

Der Vorfall trifft die Bauern damit auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Neben den unmittelbaren wirtschaftlichen Einbußen entstehen auch erhebliche logistische Folgeprobleme, da die Beweidung der Flächen nicht mehr gewährleistet werden kann.

Wer oder was den Angriff tatsächlich ausgeführt hat, bleibt vorerst ungeklärt – die Untersuchungen laufen weiter.

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KO KOSMO-Redaktion
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