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BETRUG

Bosnierin zahlte 6.000 Euro für Ehe mit Ausländer: Er nahm das Geld und haute ab

Symbolbild (FOTO: iStockphoto)

Gestern wurde der Polizei in Doboj (Bosnien-Herzegowina) ein ungewöhnlicher Fall gemeldet. Eine Bosnierin gab an, von einem Ehebetrüger um 12.000 KM (rund 6.000 Euro) betrogen worden zu sein.

Der unbekannte Mann meldete sich beim Betrugsopfer via Internet und gab an, ein US-Soldat zu sein und an einer Hochzeit mit der Frau interessiert zu sein. Seiner Geschichte zufolge ist der derzeit in Syrien stationiert. „Die Geschädigte und der mutmaßliche Täter traten über Facebook in Kontakt. Sie haben die Hochzeit vereinbart, woraufhin er ihr ein Paket zukommen lassen wollte, in welchem sich alle notwendigen Ehedokumente befinden sollen“, erklärte der Pressesprecher der Polizei Doboj.

Daraufhin soll die Bosnierin mit dem Agenten ihres Zukünftigen in Kontakt gewesen sein, der ihr erklärte, dass für aufgrund des Zolls für das Paket via „Western Union“ 12.000 KM überweisen müsse. Dies tat die Frau auch und ihr US-Soldat verschwand in den Weiten des Internets. „Die Staatsanwaltschaft hat bereits Anzeige erstattet. Die Ermittlungen sind im Gange“, so die zuständige Polizeiinspektion weiter.

Hochzeit wegen Papieren?
Nachdem die Nachricht in Bosnien die Runde machte, wurde der Geschädigten vorgeworfen, aus Interesse eine Hochzeit mit dem vermeintlichen US-Soldaten anzustreben. Eine Eheschließung mit dem Amerikaner würde ihr nämlich zu ausländischen Papieren verhelfen. Aufgrund des Verdachts der Scheinehe wird jedoch nicht gegen die Frau ermittelt, da sie ja erst gar nicht zustande kam.

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