Am Montag beginnt im Grazer Straflandesgericht ein aufsehenerregender Prozess gegen einen 29-jährigen Mann. Er steht unter dem Verdacht, einen Mord begangen und eine versuchte schwere Körperverletzung verübt zu haben. Laut der Anklage vom 27. Januar soll er in Graz-Straßgang einem Mann mit heftigen Tritten so starke Verletzungen zugefügt haben, dass dieser an den Folgen einer Fettembolie starb. Vor diesem Vorfall soll der Beschuldigte in einem Café einen anderen Mann durch einen Kopfstoß verletzt haben. Er argumentiert, in Notwehr gehandelt zu haben.

Den Ermittlungsergebnissen zufolge betrat der Angeklagte ein Café, wo er seine Freundin mit einem anderen Mann sprechen sah. In einer ersten Eskalation der Situation packte er den Mann am T-Shirt und versetzte ihm einen Kopfstoß, was starkes Nasenbluten zur Folge hatte. Anschließend verließ der 29-Jährige das Lokal. Ein Freund des verletzten Mannes folgte ihm, um ihn zur Rede zu stellen. Im Zuge dieser Auseinandersetzung soll der Angeklagte den Freund mit solch heftigen Tritten angegriffen haben, dass dieser letztlich an den Verletzungen verstarb.
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Prozess und rechtliche Hintergründe
Der Prozess ist auf zwei Verhandlungstage angesetzt: den 7. und 14. Oktober. Die Hauptfrage wird dabei sein, inwieweit das Verhalten des Angeklagten als Notwehr zu bewerten ist oder ob er tatsächlich die ihm vorgeworfenen Straftaten begangen hat. Die Unschuldsvermutung gilt weiterhin für den Beschuldigten.