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INTERVIEW

Die nächste Generation fördern: Christian Taylor über Leistung, Loslassen und Lifeplus

Die nächste Generation fördern: Christian Taylor über Leistung, Loslassen und Lifeplus
Beate und Christian Taylor leiten gemeinsam das Trainingsprogramm des Österreichischen Leichtathletik-Verbands. (Foto: zVg.)
6 Min. Lesezeit |

Interviewer: Christian, es ist mir eine Freude, dich hier zu haben. Du hattest eine beeindruckende Karriere als Weltklasse-Dreispringer und zweifacher Olympiasieger. Viele betrachten dich als einen der größten Leichtathletik-Champions aller Zeiten. Wie war der Übergang vom Profisportler in dieses neue Kapitel deines Lebens?

Christian Taylor: Vielen Dank – das bedeutet mir viel! Mein Traum als Profisportler war unglaublich, und dass ich dem Leistungssport weiterhin nahestehe, hält diesen Teil von mir lebendig. Wie jede Veränderung war es natürlich ein Prozess der Anpassung. Wenn man so lange dem absoluten Leistungsmaximum hinterherjagt, braucht es Zeit, um einen neuen Rhythmus zu finden.

Es ist so viel passiert – Siege, Rückschläge und alles dazwischen. Während meiner Karriere durfte ich viele inspirierende Menschen kennenlernen – darunter auch meine Frau Beate, die ich 2012 bei den Olympischen Spielen in London traf.

Interviewer: Kürzlich hat dich der Österreichische Leichtathletik-Verband angesprochen, und inzwischen bist du als „Head of Sports“ verantwortlich für die Ausbildung der aktuellen und kommenden Olympioniken. Deine Frau wurde gleichzeitig zur „High Performance Coordinator“ ernannt. Wie kam diese Partnerschaft zustande?

Christian Taylor: Es war eine spannende Reise! Ich glaube nicht an Zufälle – ursprünglich wurde mir die Rolle des Nationaltrainers für Weit- und Dreisprung angeboten, und dann fügte sich vieles einfach zusammen.

Nur einen einzelnen Athleten oder eine kleine Gruppe zu betreuen, fühlte sich für mich nie wie meine eigentliche Berufung an.

Wir waren gerade auf einer Wanderung, als der Verband anrief und fragte, ob wir unser Championat-Wissen in die Organisation einbringen wollten. Wir haben sofort die Offenheit und das Vertrauen gespürt, das uns entgegengebracht wurde.

Nach reiflicher Überlegung war klar: Das ist eine großartige Gelegenheit, der nächsten Generation etwas zurückzugeben und mehrere Athleten und Trainer gleichzeitig zu fördern. Also haben wir beide die Positionen angenommen.

Interviewer: Wie fühlt sich diese neue Aufgabe für dich an?

Christian Taylor: Ehrlich gesagt: Ich liebe es. Ich habe die Möglichkeit, Trainer und Athleten zu beraten und zu unterstützen, ihnen aber auch die Freiheit zu lassen, ihren eigenen Weg zu finden. Ich weiß, was es bedeutet, ein Spitzensportler zu sein.

Über die sportliche Leistung hinaus möchte ich den Athleten helfen, ihr wahres Ich zu erkennen. Ich ziehe eine klare Linie zwischen Leistung und Selbstwert. Sport ist das, was sie tun, aber ein guter Mensch zu sein, ist das, was sie sind. Selbst wenn es einmal nicht läuft, schmälert das ihren Wert nicht. Diese Erkenntnis ist zeitlos und wird ihnen weit über ihre sportliche Karriere hinaus helfen.

Interviewer: Du hast oft deine Wertschätzung für die europäische Kultur betont. Und dein Deutsch hat sogar einen leichten Wiener Akzent! Was inspiriert dich daran am meisten?

Christian Taylor: Absolut. Während meiner Laufbahn habe ich nicht nur in den USA gelebt, sondern auch in den Niederlanden, in England und nun in Österreich.

An Europa fasziniert mich dieses besondere Geschichtsbewusstsein und der Respekt für Menschen, Gebäude und Kultur, die vor uns da waren. Von Bauten umgeben zu sein, die älter sind als die Vereinigten Staaten, ist wirklich etwas Besonderes. Vor allem aber schätze ich, wie offen und herzlich die Menschen mich aufgenommen haben.

Und Skifahren zu können, ist natürlich ein riesiger Bonus. Ich freue mich jedes Mal, wenn es schneit – das ist für einen Leichtathleten ja eher ungewöhnlich!

Interviewer: Apropos: Wie gefällt dir die österreichische Küche?

Christian Taylor: (lacht) Ich hatte vor meinem Umzug hierher noch nie Bratwurst gegessen – inzwischen liebe ich sie! Außerdem mag ich Rindsuppe mit Frittaten, ein wunderbares Mittel, um sich im Herbst und Winter warmzuhalten. Es ist erstaunlich, wie sehr man durch das Eintauchen in eine neue Kultur auch kulinarisch bereichert wird.

Interviewer: Wie hast du dich daran gewöhnt, nicht mehr täglich auf Hochleistungsniveau zu trainieren?

Christian Taylor: Daran musste ich mich definitiv erst gewöhnen. Ich musste lernen, meine hohen Ansprüche beizubehalten, ohne mich ständig mit meinem früheren Ich zu vergleichen.

Heute geht es mehr darum, gesund zu bleiben und im Moment zu leben. Am Ende des Tages muss ich nur in den Spiegel schauen und wissen: Ich gebe mein Bestes – so, wie es jetzt eben aussieht.

Interviewer: Wie hat sich dein Tagesablauf verändert, seit das intensive Training nicht mehr im Mittelpunkt steht?

Christian Taylor: Früher war das Training der Anker meines Tages.

Heute geht es weniger um intensive Einheiten und mehr darum, Bewegung und Aktivität in den Alltag zu integrieren – so, wie es sich gut anfühlt und zu meinem Leben passt. Ich habe Ernährung und Nahrungsergänzung in meine Routine integriert – das gibt meinem Tag eine klare Struktur.

Interviewer: Du hast in dem Zusammenhang auch deine Verbindung zur Nahrungsergänzungsfirma Lifeplus erwähnt. Wie kam diese zustande?

Christian Taylor: Ja, das hat sich ganz organisch entwickelt. Damals suchte ich nach etwas, das mich in dieser Übergangszeit begleitet und gut zu meinem Alltag passt – besonders in der Zeit des Übergangs vom Spitzensport.

Ich begann, einige Produkte regelmäßig zu nutzen – als festen Bestandteil meines Alltags: Morgens mische ich Daily Plus – mein All-in-One-Favorit mit Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen – mit gefrorenem Obst. Abends gehört Solis Golden Milk zu meiner persönlichen Routine. Diese kleinen Rituale sind für mich feste Gewohnheiten geworden, die meinen Alltag begleiten.

Interviewer: Wie hast du überhaupt von Lifeplus erfahren?

Christian Taylor: Über meinen Kumpel James Ellington – ein ehemaliger Olympia-Sprinter und ein richtig guter Typ.

Wir Athleten sprechen ständig über Ernährung, Regeneration und was funktioniert – und er postete ständig über Lifeplus auf Instagram. Das hat meine Neugier geweckt. Kurz darauf lernte ich zufällig jemanden namens Malcolm kennen – wir unterhielten uns länger, hatten ein tolles Gespräch… und erst später erfuhr ich, dass er der Vizepräsident von Lifeplus ist! Was mir aber besonders in Erinnerung blieb, war, dass es sich nie wie ein Verkaufsgespräch anfühlte – es war echt, offen und menschlich. Das hat mich beeindruckt.

Seitdem fühlt es sich nicht nur wie eine Partnerschaft an – sondern wie eine Beziehung, die auf Vertrauen und gemeinsamen Werten basiert. Ich bin wirklich stolz, Teil dieser Community zu sein – und ich schätze den langfristigen Ansatz von Lifeplus und die Idee, Themen rund um einen aktiven Lebensstil ganzheitlich zu betrachten.

Interviewer: Noch einmal zurück zu deiner Leidenschaft, junge Athleten zu fördern: Dein Motivationsstil ist sehr inspirierend. Was ist die wichtigste Botschaft, die du vermitteln willst?

Christian Taylor: Wenn ich einen Athleten sehe, der enttäuscht ist, weil er nicht gewonnen hat, frage ich immer: „Hast du dein Bestes gegeben?“

Wenn die Antwort ja ist, sage ich: Sei stolz auf dich.

Am Ende zählt nur, dass du alles gegeben hast – und dich mit Stolz im Spiegel ansehen kannst.

Interviewer: Eine letzte Frage – wenn du heute deinem 18-jährigen Ich begegnen würdest, welchen Rat würdest du ihm geben?

Christian Taylor: Ich würde ihm sagen: „Hab keine Angst, groß zu träumen – aber noch wichtiger: Hab keine Angst, zu scheitern.“

Solange du alles gibst und deiner Leidenschaft treu bleibst, bist du bereits ein Gewinner – ganz gleich, wie es ausgeht.

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KO KOSMO-Redaktion
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